Blog 166 – Abenteuer Zugreise / The Adventure of a Train Journey

02.03.2017 – Indien

Die Genehmigung für den Grenzübertritt nach Myanmar wird auf den Tag genau ausgestellt. Um nach meiner Krankheit noch pünktlich einreisen zu können, entschied ich ein Teilstück meiner noch zu bewätltigenden Strecke, mit dem Zug von Alipurduar bis nach Guwahati zu fahren.

My entry permit was made out for a precise date. In order to make it on time despite my condition, I decided to take a train from Alipurduar to Guwahati, which was part of the distance I still had to cope with.

The train was a record-breaking eight hours late. Apparently this is common in India. Furthermore, it was very difficult to get my bike transported on the train, despite the information I’d had from the lady who sold me the ticket. So I made good use of the waiting period, dissembled my bike completely and had it sewn in.

Der Zug hatte rekordverdächtige 8 Stunden Verspätung. Das ist in Indien anscheinend keine Seltenheit. Auch der Transport meines Fahrrads mit dem Zug, stellte entgegen vorheriger Beteuerung der Ticketverkäuferin, doch ein Problem dar. Die Abfahrtszögerung nutze ich deswegen um meine Fahrrad komplett auseinander zu bauen und einnähen zu lassen.

Es gab kein Gepäckabteil in dem Zug und so teilte ich meinen reservierten Schlafplatz mit meinem gesamten Gepäck.

There was no luggage compartment on the train, so I shared my sleeping place which I had reserved beforehand, with all my luggage.

Nach langer, langer Zugfahrt erreichte ich Guwahati statt am Nachmittag, mitten in der Nacht. Ich hatte überhaupt keine Motivation mir jetzt noch ein Zimmer zu suchen.

After a tedious long journey, I arrived in Guwahati in the middle of the night instead of the afternoon. I really didn’t feel like looking for a room to sleep by then.

Am Bahnsteig und in der Bahnhofshalle fielen mir direkt die vielen Reisenden auf, die auf dem Boden übernachteten. Ich überlegte hin und her und kam auf die Idee, mein Zelt direkt vor dem Bahnhof aufzubauen. Neben mir schliefen wirklich arme Menschen, darunter auch Straßenkinder. Da hier die Polizei patrouillierte, fühlte ich mich relativ sicher. Schlaf fand ich aber dennoch kaum, denn es war sehr laut und ich befürchtete, dass ich als Ausländer von der Polizei direkt kontrolliert würde.

As far as I could see, there were lots of travelers on the platform and in the railway building, sleeping on the ground. So, after some thinking back and forth, the idea occurred to me, to put up my tent right in front of the station. Many really poor people were sleeping next to me, street kids as well. The police were constantly patrolling, so I felt quite secure. I hardly got any sleep, though, as it was very noisy there and I was worried about being monitored by the police as I was a foreigner.

The next morning as soon as I crawled out of my tent, crowds of people gathered just gazing at me. I took a photo of them all, then packed up everything as fast as I could and left.

Am nächsten Morgen kroch ich aus dem Zelt und war sofort umringt von einer Traube von unzähligen Passanten, die mich einfach nur anguckten. Ich machte ein Foto von allen, baute schnell ab, belud mein Fahrrad und fuhr weiter.

2017-03-03,Filbo Indien,Guwahati,DSCN4150

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s