Indienreise beginnt – zwischen Smog, Bürokratie und Vorfreude
The Journey to India Begins – Between Smog, Bureaucracy, and Anticipation
🌍 Aufbruch in ein neues Kapitel / 🇬🇧 Beginning a New Chapter
Nach all den intensiven Erfahrungen rund um den Austausch und die Zeit mit Matthew in Deutschland kehrte langsam etwas Ruhe in meinen Alltag ein, doch lange blieb es nicht dabei. Schon bald stand die nächste Reise an – eine Reise, die an eine frühere Etappe meines Lebens anknüpfte: das Wiedersehen mit Masud, das ich 2017 während meiner Fahrradreise kennengelernt hatte, als er mich völlig unverhofft zu sich nach Hause eingeladen hatte. Aus dieser spontanen Begegnung entstand eine Freundschaft, die über die Jahre Bestand hatte, obwohl wir uns nie wieder persönlich gesehen hatten. Nun, fast neun Jahre später, 2025/26, sollte es endlich zum Wiedersehen kommen.
After all the intense experiences around the exchange and my time with Matthew in Germany, life slowly began to settle again – but not for long. Soon, the next journey awaited – a trip connecting back to an earlier chapter of my life: reuniting with Masud, whom I had met in 2017 during my cycling trip, when he spontaneously invited me to his home. This spontaneous encounter had developed into a lasting friendship, even though we had never met again in person. Now, almost nine years later, in 2025/26, the reunion was finally about to happen.

Maury und ich flogen über Weihnachten und Neujahr nach Delhi, um von dort weiter nach Bagdogra bei Siliguri zu reisen. Wir hatten bewusst fünf Stunden Umsteigezeit eingeplant, was sich als Glück herausstellte.
Maury and I flew over Christmas and New Year to Delhi, planning to continue on to Bagdogra near Siliguri. We had deliberately allowed five hours for our transfer – which proved to be fortunate.
✈️ Erste Eindrücke und bürokratische Hürden / First Impressions and Bureaucracy
Schon beim Landeanflug sahen wir eine dichte graue Schicht über der Stadt. Die Sicht war extrem schlecht – war es Nebel oder Smog?
Even during landing, we saw a thick grey layer over the city. Visibility was extremely poor – fog or smog?

Wir landeten im Terminal 3 und mussten zur Immigration. Die Warteschlange war lang. Bei meiner Kontrolle kam plötzlich die Frage, wann ich zuletzt aus Indien ausgereist sei. Offenbar war meine Ausreise 2017 über einen kleinen Grenzübergang nicht im System vermerkt. Der Beamte nahm meinen Pass mit zu seinem Vorgesetzten, Maury und ich wurden zur Seite gebeten. Nach ca. zehn Minuten kam er wortlos zurück und stempelte meinen Pass – offiziell eingereist. Uff.
We landed at Terminal 3 and had to go through immigration. The queue was long. When it was my turn, I was asked when I had last left India. Apparently, my 2017 departure via a small border crossing wasn’t recorded. The officer took my passport to his supervisor, and Maury and I were asked to step aside. About ten minutes later, he returned silently and stamped my passport – officially in India. Relief.
🧭 Terminalwechsel im Chaos / Terminal Change in Chaos
Nach der Immigration mussten wir unsere Koffer abholen und zum Terminal 1 wechseln. Was einfach klang, stellte sich als komplizierter heraus: zunächst mussten wir den Flughafen verlassen und einen Shuttlebus nehmen. Dafür brauchten wir Tickets, die wir erst nach Vorlage unserer Flugtickets an einem Büro erhielten. Nach einigem Anstellen hatten wir endlich unsere Bustickets und konnten den Bus nehmen.

After immigration, we had to collect our luggage and move to Terminal 1. What sounded simple turned out to be more complicated: we first had to leave the airport and take a shuttle bus. For that, we needed tickets, which required showing our flight tickets at an office. After queuing, we finally got the tickets and boarded the bus.
Draußen wurde uns erst richtig bewusst, wie schlecht die Luft war. Jeder Atemzug tat weh, die Augen brannten. Wir setzten unsere Masken auf – das half etwas.
Outside, we fully realized how bad the air was. Every breath hurt, our eyes burned. We put on our masks – which helped a little.

ℹ️ Hintergrund: Luftverschmutzung in Delhi / Background: Air Pollution in Delhi
Zum Zeitpunkt unserer Ankunft herrschte extreme Luftverschmutzung: der AQI lag offiziell bei ca. 500, inoffiziell sogar bei rund 1000. Zum Vergleich: der WHO-Grenzwert liegt bei 50.
At the time of our arrival, extreme air pollution prevailed: the AQI was officially about 500, unofficially around 1000. For comparison: the WHO limit is 50.

Die Ursachen sind vielfältig: abgebrannte Felder im Umland, Industrie, Winterwetter und die geografische Lage der Stadt. Gleichzeitig wurden aber sehr wohl Maßnahmen ergriffen, um die Luftqualität zu verbessern: ein Großteil des Bus- und Autoverkehrs wurde auf emissionsärmeres Flüssiggas umgestellt und Elektrofahrzeuge und Tuktuks fahren zunehmend elektrisch.
The causes are manifold: field burning, industry, winter weather, and the city’s geography. At the same time, measures were indeed taken to improve air quality: most buses and cars have switched to low-emission LPG and electric vehicles and tuktuks increasingly run electrically.


➡️ Im nächsten Blog geht es weiter mit:
„Vom Smog in die Berge – Flug nach Bagdogra und erstes Wiedersehen“
➡️ In the next blog:
“From Smog to the Mountains – Flight to Bagdogra and the First Reunion”
