Archiv der Kategorie: Albanien

Blog 55 – Kurzrückkehr nach Albanien / A quick return to Albania

Albanien – 22.06.2016

ich bin nun kurzzeitig, wieder nach Albanien eingereist. In Mazedonien habe ich noch ein Pärchen mit Tandem getroffen. Chloe und Will kommen aus England und wollen nach China und danach noch eventuell in die USA.

For a day I returned to Albania.  I did meet a couple in Macedonia. Chloe and Will, coming from England, are driving to China and, perhaps afterwards, the US.

In Albanien angekommen, besorgte ich mir erst mal etwas zu Essen und tauschte in einer Wechselstube, meine restlichen mazedonischen Denar, in US Dollar um. Der Kurs war schlecht. Münzen konnte ich gar nicht tauschen und für die Scheine wollte man mir anfangs nur 9 Dollar geben. Nach meinen Einwand, dass das ja nicht sein kann, bekam ich am Ende doch noch 16 Dollar.

Afterwards I returned to Albania and exchanged my Macedonian Denar for US dollars. The exchange rate was very bad. They did not accept coin, and for banknotes, they just wanted to give me 9 dollars. I protested heavily and, eventually, got 16 dollars.

Im innerstädtischen albanischen Straßenverkehr ist mir eine, in Deutschland undenkbare Besonderheit, aufgefallen. Um hier Einbahnstraßen durchsetzen zu können, sind die Behörden anscheinend dazu übergegangen, Asphaltkrallen zu installieren.

2016-22-06,Filbo, Albanien,DSCN1418

So fuhr ich verbotenerweise gerade entgegengesetzt einer Einbahnstraße, als alle anderen Radfahrer einen Schlenker zur Seite machten. Im selben Moment wusste ich auch warum, denn vor mir tauchten sogenannte Asphaltkrallen auf. Diese Krallen kann man nur von einer Richtung gefahrlos überfahren. Von der anderen Richtung werden einem die Reifen aufgeschlitzt!! Im letzten Moment konnte ich dieser Gefahr ausweichen.

A particularity in Albania traffic are the claws, unthinkable in Germany. I was just cycling in a one-way-street, but in the bad direction, when I saw some cyclists avoiding an obstacle. I noticed strait away the reason. There were claws in the road, which may be passed without danger when you driving in the right direction. But if not, they just slit your tyres. At the very last moment, I could avoid this danger.

Nach diesem Schrecken, ging ich in eine Bar um erst mal eine Pause einzulegen und einen Kaffee zu trinken. Dort traf ich auf einige nette Arbeiter aus einer nahen Stuhlfabrik, die mich prompt einluden und einen Hamburger für mich orderten. Nach diesem Zwischenstopp fuhr ich weiter und verbrachte die letzte Nacht in Albanien bei einem Stausee in der Nähe eines Buswracks.

After this fright, I halted for a coffee in a bar, where I was invited by some workers from a nearby chair factory to have a hamburger. I then continued and passed my last night in Albania near an artificial lake.

Blog 53 – Ein Erlebnis in Peshkopia / An adventure in Peshkopia

Albanien – 19.06.2016

Die zwei Tage Auszeit nutzte ich auch gleich, um Kontakt mit Einheimischen aufzunehmen. Mit einem Deutsch sprechenden Albaner, namens Erald, hatte ich mich bereits vor einigen Tagen verabredet. Er möchte die Gelegenheit nutzen Deutsch zu sprechen und mir einiges über sein Land und die Stadt Peshkopia, zu erzählen.

I profit from the two days break to take contact with the locals. With an Albanian guy called Erald, who speaks German, I already made an appointment. He would like to profit from the opportunity to speak German and to tell me stories about his country and the town Peshkopia.

Auf dem Weg zum vereinbarten Treffpunkt, einer Bar, wurde ich plötzlich von einem Jugendlichen von ca. 18 Jahren, umarmt und nach Geld gefragt. Ich sagte: „Ich habe kein Geld“ und ging weiter zur Bar. Der Junge folgte mir.

On the way to the appointment, a bar, I was hugged by an adolescent aged ca 18 years. He asked for some money. I refused and said that I have no money, and continued my way to the bar. He followed me.

In der Bar saßen einige Leute, aber noch nicht derjenige, mit dem ich eigentlich verabredet war. Obwohl mich niemand kannte, wurde ich direkt willkommen geheißen und von Gästen gebeten, mich zu ihnen an den Tisch zu setzen. Das tat ich auch, allerdings setzte sich jetzt der Bettler zu uns. Er bestellte ebenfalls einen Espresso. Auch Erald traf nun ein und bestellte sich etwas zu trinken. Ich dachte schon den Kaffee des Bettlers mitbezahlen zu müssen, aber merkwürdiger Weise, zahlte dieser alle drei Getränke.

There were a few people, but not Erald. Despite that nobody knew me, I was invited to a table where, soon, the beggar joined us. He also ordered an espresso. Erald came then as well and ordered a drink. I was expecting to have to pay also the beggar’s drink, but, strangely enough, he paid for the three drinks.

Später erkundigte er sich bei Erald, ob er denkt, dass ich ihm finanziell helfen könne. Erald erklärte ihm, dass ich mit dem Fahrrad auf dem Weg nach Australien sei und deswegen nur wenig Geld habe. Nachdem der Bettler das wusste, wollte er von mir, kein Geld mehr haben. Ich wollte ihm noch das Geld für die drei Kaffees geben, doch er winkte ab.

The beggar then asked Erlad if he thought that I could help me financially. Erald explained to him that I was on my way on the bicycle to Australia and did not have much money. As soon as he knew that, the beggar did not ask for money anymore. Moreover, he refused to take my money for the drinks.

Wahnsinn ! So wie mir erzählt wurde, hat dieser Mann nichts: Kein Zuhause, keine Eltern, kaum noch gesunde Zähne und er wollte von mir, jetzt noch nicht mal das Geld, für unsere Kaffees annehmen. Für mich beschreibt diese Geschichte ganz gut die Albaner, so wie ich sie erlebt habe. Sie sind oft arm, dafür aber sehr reich im Herzen!

Crazy enough! I was told that this guy has nothing: no home, no parents, almost no healthy teeth. But he refused to take money from me for my drinks. This story does, in my eyes, characterize very much the Albanian people, as I knew them. Often poor, but very rich in their hearts.

Nach diesem Kaffeetrinken zeigte Erald mir noch die Stadt, inklusive einer sehr interessanten Führung durch die Moschee. Übrigens war das, der erste Besuch einer Moschee für mich.

After this, Eralds showed me the town, inclusive of a guided tour in the mosque.  By the way, the first mosque I visited.

Auch aus der zufälligen Begegnung mit Bledari, der mich zu sich an den Tisch gewunken hat, entwickelte sich eine Freundschaft. Er zeigte mir zusammen mit seiner Kusine, das touristische Highlight von Peshkopia, die Heilwasserquelle. Anschließend gingen wir noch einen Kaffee in einer Bar trinken.

Even to Bledari, who invited me at table by chance, I developed a friendship. He showed me together with his cousin the touristic highlight of Pershkopia, the medicinal spring, before we returned to a bar for some drinks.

Blog 52 – Ersatzteilbesorgung- nicht immer ganz einfach / Finding spares- not always easy

Albanien – 18.06.2016

Ich habe beschlossen 2 Tage Pause vom Radfahren einzulegen. Meine Schweizer Radkollegen haben jedoch einen wesentlich engeren Zeitplan und wollen weiterfahren.. So trennen sich ab heute wieder unsere Wege.

I have decided to make a pause for 2 days. My Swiss colleagues have a much tighter timetable and want to continue the route. So will our ways separate again…

Schon seid einigen Tagen habe ich das Problem, das meine hinteren Scheibenbremsbeläge vollkommen abgenutzt sind. Die Ersatzbremsbeläge, habe ich aber leider vergessen einzupacken und in Albanien gibt es keine passenden Ersatzteile. Hier sind eher, einfache Fahrräder aus China, verbreitet.

Since a few days I have the problem that the pads of my disc brakes are worn. I forgot to take the spares with me and in Albania you cannot find suitable spares. Here there are much easier bicycles from China around.

Für die Dauer in der wir zusammen unterwegs waren, hatte mit netter Weise David, seine Ersatzbremsbeläge geliehen. Jetzt nachdem wir uns getrennt haben, müsste ich eigentlich mit meinen alten verschlissenen Belägen noch ca. 100 km bis nach Ohrid (Mazedonien) fahren, um dort die Ersatzteile kaufen zu können. Doch zum Glück ist sogar ein Freund, des überaus hilfsbereiten Campingplatzbesitzers, bereit, die Bremsbeläge dort für mich zu besorgen.

During the time we were together, David borrowed me his spares. Now, as we have separated, I would have to go until Ohrid (Macedonia) to find new ones, and this with the old worn pads. But, fortunately, the friend of the camping owner, who is very gentle, agreed to shop it for me at this place.

 

Blog 51 – Besteigung des Korab / Ascent of Korab

Albanien – 17.06.2016

Nun sind wir in Peshkopi angekommen und haben einen schönen familiären Campingplatz gefunden. Heute haben wir die Räder stehen gelassen und sind Bergsteigen gewesen. Zu diesem Zweck, haben wir uns von einem Fahrer, zum letzten Dorf auf den Berg Korab, fahren lassen. Von da aus kann man, in ca. 4 Stunden, auf den -mit ca. 2750 m- höchsten Berg Albaniens wandern. (Wie hoch der Korab genau ist, ist nicht geklärt, Albanien und Mazedonien geben dazu unterschiedliche Höhen an.)

We arrived in Peshkopi and did find a beautiful camping. We had the bicycles stay in the camping and went mountaineering. We had a driver to take us to the last village on the mountain. From there, it is possible to climb, in ca 4 hours, to the highest mountain in Albania, with 2.750 meters of altitude. The exact altitude is not clear, as Albania and Montenegro are indicating different values.

Die Landschaft in der Region des Korab ist sehr alpin. David und Rosana fühlen sich hier, in dieser schweizerisch anmutenden Bergwelt, fast heimisch. Um auf den Gipfel des Korab zu gelangen, muss man aber zuerst einige Hindernisse, wie Schneefelder, oder Flüsse ohne vorhandene Brücken, überqueren. Man ist gezwungen, die Schuhe ausziehen und barfuß durch das eiskalte Wasser zu waten.

Auch der Weg ist nicht immer leicht zu finden, aber wir sind durch eine atemberaubende Aussicht, auf die wunderschöne Bergwelt, belohnt worden.

Korab is a very alpine landscape. David and Rosana were feeling nearly indigenous in this Swiss like mountain landscape. To reach the summit, you have to overcame some obstacles, like snow fields and rivers without bridges, where you have to walk barefoot through the icy water. And the road is not always easy to find. But we were rewarded by a spectacular view on a beautiful mountain landscape.

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Blog 50 – Berge + Geröll = Qual / Mountains + Scree = Struggle

Albanien – 15.06.2016

Am nächsten Tag wollten wir eigentlich Peshkopi erreichen. Da wir uns aber gegen die neue asphaltierte, sondern für die alte -Hauptstraße entschieden, waren unsere Pläne zum scheitern verurteilt.

The next day, we intended to reach Peshkopi. But we decided to continue our way on the old principal road, and not on the new tarmac road, our plans were not tenable any more.

2016-06-15,Filbo,Albanien,Region Korab,DSCN1327

Landschaftlich bietet diese alte Straße einiges. Jedoch ist sie leider unbefestigt und für unsere schweren Reiseräder, alles andere als geeignet. Mit dem Mountainbike würde das ja, auf den teils losen Geröll, noch Spaß machen, aber mit unseren Rädern war jeder Meter, eine Qual. Im Vergleich zu einer steilen Asphaltstraße brauchten wir für unsere Strecke das Doppelte an Zeit.

From a landscape point of view, this old road is offering a lot. Regretfully it is unpaved and not suitable for our heavy bicycles. With a mountain bike, it would be good, but with our bicycles, because of the scree, every meter was a struggle. We needed double more time compared to a steep tarmac road.

So entschieden wir uns auf halber Strecke, bei einem Campingplatz, namens „Bioferm“, zu übernachten. Dafür mussten wir aber noch zwei Kilometer von unserem Weg abweichen und nochmals den Berg hochfahren. Die zwei Kilometer zogen sich zu einer gefühlten Ewigkeit, aber irgendwann hatten wir es dann doch geschafft.

We decided, on half way, to spend the night at a camping named “Bioferm”. It took us two more kilometres and we needed to go up the hill. These two kilometres were like an eternity, but sometimes later, we succeeded.

2016-06-15,Filbo, Albanien,David, Rosanna,222820583_107206

Der erste Eindruck vom Campingplatz war enttäuschend, hier gibt es einfach nichts von dem, was man sich unter einem Campingplatz vorstellt. Aber nachdem wir trotzdem hiergeblieben sind, wurde extra für uns, das eigentlich zu einem Wohnhaus gehörende Bad, auf Hochglanz gebracht. Später brachte man uns sogar Jogurt und Käse, aus eigener Herstellung. So waren wir doch noch sehr zufrieden und schliefen nach diesen beiden äußerst anstrengenden Tagen, wie ein Stein.

The first impression of the camping was disappointing. There was nothing we expected from a camping. As we decided to stay, they cleaned up the bathroom attached to the main building. Later they even offered us some self-made yoghourt and cheese. At the end we were satisfied and had a deep sleep after these two exhausting days.

2016-06-15,Filbo,Albanien,Region Kalis,DSCN1342

Blog 49 – 100 Kilometer – 1500 Höhenmeter / 100 kilometers – 1.500 meters of altitude

Albanien – 14.06.2016

Heute war ein besonders harter Tag. Nach 100 anstrengenden Kilometern und mehr als 1500 – noch anstrengenderen – Höhenmetern, erreichten wir Kukes.

Today it was a very hard day. It took us 100 exhausting kilometres and more than 1.500 – even more exhausting – meters of altitude to arrive in Kukes.

2016-06-14,Filbo,Albanien,Region Kukes,DSCN1309

In Kukes kamen wir in völliger Dunkelheit an und fielen müde, in’s uns – ausnahmsweise- gegönnte Hotelbett. Das haben wir uns aber, auch absolut verdient.

We arrived there in total darkness and fell, tired, into the hotel bed, which we allowed ourselves, exceptionally. We did also afford it absolutely.

Interessant für mich war heute, meine erste Autobahnfahrt mit dem Fahrrad. In Deutschland wäre so etwas, ja absolut nicht denkbar. Hier in Albanien, ist es Alltag und völlig normal. Selbst die Polizei grüßt freundlich und lässt uns weiterfahren.

Interesting was, today for me, the bicycle ride on the motorway. In Germany, this would be something inconceivable. Here in Albania, this is day-to-day and totally normal. Even policemen did greet friendly and let us pass.

2016-06-14,Filbo,Albanien,Region Kukes,Autobahn,DSCN1319

Blog 48 – Mit der Fähre von Koman nach Fierze / With the ferry from Koman to Fierze

Albanien – 13.06.2016

Auch am nächsten Morgen regnete es immer noch. Trotzdem mussten wir um 9.00 Uhr, an der Fähre sein. Also fuhren wir im Regen zum Staudamm hoch und weiter bis zur Anlegestelle der Fähre.

2016-06-13,Filbo,Albanien,Fähre Fierze,DSCN1257

Diese sah schon recht alt und abenteuerlich aus. Trotzdem gab es an Bord einen recht gemütlichen Aufenthaltsraum im 1.Stock, über dem Autodeck. Die Überfahrt selbst dauerte 3 Stunden, die man entweder mit bewundern der schönen Berglandschaft, oder mit schlafen, verbringen konnte. Gegen 12.00 Uhr erreichten wir dann, die Endstation in Fierze.

Even the next morning it continued to rain. As we had to be at the ferry at 9.00 am, we took the way in the rain in order to reach the ferry station at the dam. It looked very old and adventurous, but it had a comfortable lounge on the first level. The crossing took 3 hours, during which period we had a sleep or spent the time to admire the mountain landscape. We reached the destination in Fierze at 12.00 pm and we continued to cycle up from there.

Nun konnten wir wieder selber weiterfahren.

Die Straße Richtung Kukes führt über eine steile, wenig befahrene, Gebirgsstraße. Nach heute, nur 27 Kilometern, fragten wir bei einer einfachen Bar nach, ob wir im Garten zelten dürften. Der Garten der Bar entpuppte sich als zu steil, deswegen erlaubte man uns im Gebäude selbst, zu übernachten. Sogar Kaffee und einen Schnaps, servierte man uns am nächsten Morgen, zum Frühstück. Den Kaffee nahm ich dankend an, jedoch auf den Schnaps verzichtete ich.

The road to Kukes was a steep one, with few cars. After 27 kilometers we asked at a bar if we could use the garden to build up our tent. As the garden was to steep, we were allowed to stay in the building itself. We were provided with coffee and schnapps, but I went without the last one.

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Blog 47 – Vom Skadarsko See in Richtung Koman / From Skadarsko lake to Koman

Albanien – 12.06.2016

Aufgrund einer der erhaltenen Reiseempfehlungen, beschloss ich ins Landesinnere, nach Puke und Kukes, zu fahren. Da an den Küsten nur Billigtourismus vorherrschen soll, aber ich das Land intensiver kennenlernen möchte, reizte mich diese Route. Zuerst führte mich mein Weg durch die sehr schöne albanische Stadt Shkoder.

In accordance with one tip I received, I decided to go into the country interior, to Puke and Kukes. Whereas low-cost-tourism is predominant at the coast, I would like to get a deeper knowledge of the country, so this route was tenting me. First, my route took me to the very beautiful town of Shkoder.

Später, nachdem ich schon ein gutes Stück außerhalb der Stadt war, kam ich mit einem Polizisten ins Gespräch. Wir diskutierten gerade über die unterschiedlichen Probleme in Deutschland und Albanien, als plötzlich zwei Radfahrer, mit viel Gepäck an mir vorbeifuhren. Nach kurzer Zeit hatte ich sie eingeholt. Ich erfuhr, dass die beiden, David und Rosanna heißen, aus der Schweiz kommen, ein halbes Jahr Zeit haben und bis nach Georgien reisen möchten.

After a while, outside the town, I met a policeman. While we discussed the different problems in Germany and Albania, two cyclists with a lot of luggage were passing. Shortly afterwards, I met them. David and Rosanna from Switzerland are travelling to Georgia for half a year.

2016-06-13,Filbo,Albanien,Region Fierze,DSCN1263

Doch zunächst hatten sie vor bis nach Koman zu fahren und dann über den dortigen Stausee, mit der Fähre, nach Fierze überzusetzen.

But before, they planned to go to Koman and take the ferry to Fierze.

Da auch ein Kollege, des eben getroffenen Polizisten, mir genau diese Route empfohlen hatte, entschied ich mich meinen Plan zu ändern und mich den beiden anzuschließen. Zu dritt fuhren wir nun in Richtung Koman weiter.

Durch wunderschöne Gebirgslandschaft setzten wir zu Dritt, die Reise fort. Auf der Strecke Richtung Koman, merkte ich zum ersten Mal, den häufig baufälligen Zustand, der albanischen Straßen. Schlechter Asphalt und Schotterpassagen wechselten plötzlich. Große Steine und riesige Schlaglöcher tauchten unverhofft vor mir auf. Nein, zum schnellen Autofahren, eignen sich die Straßen in Albanien, wirklich nicht. Für mich als Radfahrer sind diese Umstände nicht schlecht, denn im langsam fließenden Verkehr, werde ich besser wahr genommen.

As one the colleagues of the policeman had also recommended me this route, I decided to modify my plan and to join the two cyclists and we continued in a team of three through a very beautiful mountain landscape. On the way to Koman, I noticed for the first time the dilapidated state of the Albanian roads, Bad asphalt and gravel roads, big stones and potholes are appearing suddenly. These are not so good conditions to drive a car, but for me as a cyclist, I will be visible much better in this slowly adavancing traffic.

In Koman angekommen, sahen wir eine ziemlich desolate Brücke, die den völlig zerstörten Geländern nach zu urteilen, auf keinem Fall europäischem Standard entspricht. Unter dieser Brücke befindet sich ein Hotel, ein dazu gehöriges Restaurant und auch die Sanitäranlagen eines Campingplatzes. Auf diesem Campingplatz durften wir für insgesamt 7,- Euro unsere Zelte aufbauen.

In Koman, we saw a very dilapidated bridge, which is not European standard (if you see the damaged railings). Under this bridge are a hotel, a restaurant and the sanitary installations of a camping, where we could build our tent for a total of 7 euros.

Kaum standen die Zelte, fing es an zu regnen. Also verzichteten darauf, uns selbst zu bekochen und gingen ins Restaurant. Später am Abend, steigerte sich der Regen und es blitzte und donnerte in der ganzen Nacht.

Once the tent built up, it started to rain, which incited us to take our dinner inside. During the night, there was a long thunderstorm..

Blog 46 – Auszeit am Skadarsko See / Time out at the Skadarsko lake

Albanien – 11.06.2016

Hier am Skardarsko See verbringe ich sehr erholsame Tage, an denen ich mehrfach täglich im See bade und am Strand liege.

I am passing some very restful days at Skadarsko lake. I am profiting from the beach and take a bath several times per day.

Ich bin auf einem Campingplatz, auf dem sich zur Zeit ausschließlich ausländische Gäste, meist aus Holland oder Deutschland, aufhalten. Unter ihnen sind auch viele Langzeiturlauber, die schon große Teile der Welt gesehen haben und mir dementsprechend, gute Reisetipps geben können.

At this camping, there are mostly foreign guests, most of them coming from the Netherlands or Germany. Some are passing a long period of time there, and have seen major parts of the world and are able to provide me with some good tips.

2016-06-10, Filbo,Albanien,Camp Lake Shkodra, DSCN1203

Die Hilfsbereitschaft von einigen Urlaubern ist sogar noch darüber hinaus gegangen, denn ich habe von ihnen einige Lebensmittel (u.a. Fertiggerichte u. Soßen) aus Deutschland geschenkt bekommen. Darüber habe ich mich sehr gefreut, denn so etwas kann man hier nicht kaufen.

Helpfulness by some tourists was going beyond this, as they offered my some food (instant meals and sauces) from Germany. I was really happy, because one cannot buy this here.

In Albanien ist das Preisniveau merklich geringer, als bei uns. Es ist möglich für 5,- bis 7,- Euro, inklusive Getränke und Trinkgeld, Essen zu gehen. Hin und wieder kann ich mir, nun auch mal, diesen Luxus gönnen. Traditionell isst man hier, als alltägliches Gericht, meist Reis mit Jogurt, Gemüse und Bohnen. Fleisch gibt es nur selten, da es für die einheimische Bevölkerung zu teuer ist.

Prices in Albania are really lower than in Germany. It is possible to have lunch for 5 to 7 euros, with drinks and tips. I can afford this from time to time. Traditional food here are rice with yoghurt, vegetables and beans. Meat is served very rarely, as it is too expensive for local people.

Blog 45 – Mein 1. Tag in Albanien / My first day in Albania

Albanien – 10.06.2016

Da mir schon in Montenergro, eine Schraube zur Befestigung meiner vorderen Fahrradtasche, verloren gegangen ist, habe ich in Albanien, am nächsten Fahrradgeschäft angehalten.

As I already lost in Montenegro a screw to fix my front biking bag, I had a stop in Albania at the first bike shop.

Im Sortiment des Ladens gab es auch eine (fast -) perfekte Schraube, die aber leider etwas zu lang war. Da jedoch kein Werkzeug zum Stutzen dieser Schraube vorhanden war, wurde daraufhin die gegenüberliegende Autowerkstatt verständigt. Hier konnte schließlich die Schraube, auf die richtige Länge, gekürzt werden. Für diesen Service, wollte weder der Fahrradladen, noch die Autowerkstatt, Geld annehmen.

They had an almost perfect screw, but it was too long. There was no tool to shorten it in the shop, so the nearby car repair shop was alerted, which could help. For this service, neither the bike shop nor the garage asked for any money.

Als nächste Erledigung kaufte ich mir eine albanische Sim-Karte, für’s Internet und Telefonieren.

Inzwischen war es schon 17:00 Uhr und ich hielt allmählich Ausschau, um einen Platz für die Nacht zu finden.

Nach einigen Kilometern entdeckte ich schließlich den Campingplatz „Lake Shkodra Resort“. Für 5,- € pro Nacht, bietet er den Luxus eines eigenen Strands mit direktem Seezugang. Hier gefällt es mir so gut, dass ich beschließe 2 Tage lang zu bleiben und Pause zu machen

I also bought an Albanian sim card for internet and phone. It was already 5.00 om when I looked for a space for the night. After a few kilometres, I discovered the camping Lake Shkodra Resort. For 5 euros a night, it offers the luxury of an own beach with direct lake access. I feel very good here and I decided to make a halt for 2 days.