Blog 316 – Ecuador- Kolumbien, Grenzchaos (Teil 1) / Ecuador – Colombia, Chaos at the Border (Part 1)

Rumichaca – 27.11.2018

In Quito bereitete ich mich jetzt  auf meine Weiterreise mit dem Fahrrad vor. Mein Fahrrad hatte wieder einmal platte Reifen, die ich flicken musste./ Back at Quito I prepared my onward journey by bike. My bike’s tires were flat again, so I had to fix them.

2018-11-21, Ecuador,Quito,Do.P1140538

Auch besorgte ich noch Verpflegung für die Weiterfahrt, dann fuhr ich in Richtung kolumbianische Grenze los. Zum Glück war heute Sonntag und zur meiner Freude wird in Quito jeden Sonntag eine ganze Hauptstraße für den Autoverkehr gesperrt. So kam ich erstaunlich sicher und komfortabel aus der Stadt.

I also got myself some food for my trip, then I left in the direction of the Colombian border. Fortunately, it was a Sunday, and to my delight, one of the main roads is closed for the motor traffic every Sunday. Like that I got out of town safely and comfortably. On the way I got myself a new bicycle rack of such inferior quality that it gave in after only a few days.

2018-11-25, Filbo Ecuador, Quito,095339_IMG_3115

Unterwegs kaufte ich mir noch einen neuen Fahrradständer dessen Qualität so schlecht war, dass er mich schon wenige Tage später im Stich ließ./  On the way I got myself a new bicycle rack of such inferior quality that it gave in after only a few days.

2018-11-25, Filbo Ecuador, Quito,095355_IMG_3116

Ich fuhr immer weiter Richtung Grenze. / I kept on going toward the border.

Eines Abends wurde ich sogar von einem vorbeifahrenden Autofahrer eingeladen. / One evening a car driver who went past, invited me.

Er hatte selber einige Länder mit dem Fahrrad durchquert und erlaubte mir bei sich zuhause unter einem Vordach zu zelten. Hier führte ich dann gleich auch noch einen Ölwechsel bei meiner Schaltung durch./ He had been through a few countries by bike himself and he allowed me to put up my tent at his place under a canopy. There I did an oil change on my gear shift.

2018-11-26, Filbo Ecuador,San Jose Chaltura,164625_IMG_3123

Weiter ging es. Nach einer recht ebenen Etappe kam ich zu einem heftigen Anstieg, aber ich war motiviert und gewillt diesen Pass zu meistern./ I traveled on. I went through a rather flat and even part when the road then made a steep climb. But as I was highly motivated I was going to make it anyway.

018-11-27,Filbo Ecuador, Reg. San Gabriel 142654_IMG_3125

Mittlerweile habe ich festgestellt, dass es weniger auf meiner körperliche Verfassung ankommt, als auf meine mentale Einstellung. Bin ich wirklich motiviert und habe mich auf einen starken Anstieg vorbereitet, bin ich immer wieder beeindruckt wieviel Leistung doch in den Beinen stecken kann. Nach ⅔ des Aufstiegs merkte ich jedoch, das ich es zeitlich nicht bis zur nächsten Stadt schaffen kann. Außerdem hatte es angefangen zu regnen. Also beschloss ich einen Bus zu nehmen, der mich bis in die nächste Stadt brachte. Hier fand ich ein Hotel.

Meanwhile I had found out that my mental attitude counts more than my physical condition. If I am motivated and prepared for a steep climb, I’m impressed again and again with the performance of my legs. After having done two thirds of the climb, I noticed that I wouldn’t make it on time to the nearest town. It had also begun to rain. So I decided to take a bus to the closest town. I found a hotel there.

Je näher ich an die Grenze kam, um so mehr venezolanische Flüchtlinge kamen mir zu Fuß entgegen. Meist versuchten sie zu trampen. / The nearer I got to the border, the more Venezuelan refugees approached me on foot. Most of them tried to hitchhike.

Traurig, so viele Menschen die ihre Heimat verlassen mussten. Ganze Familien waren dabei./ It is a sad thing that so many people have to leave their homes and their home country. There were entire families among them.

2018-11-28,Filbo Ecuador, Reg. Rumichaca 143928_IMG_3128

Als ich schließlich die Grenze erreichte war die Situation noch viel schlimmer. Hilfsorganisationen hatten Zelte aufgebaut in denen die Menschen versorgt wurden. Kinder bekamen reihenweise eine obligatorische Impfung damit sie nach Ecuador einreisen können.

When I eventually reached the border, the situation had gotten far worse. Charities had built up tents in order to look after the people. Children were given their compulsory vaccinations, so they were able to enter Ecuador.

2018-11-28,Filbo Ecuador, Reg. Rumichaca,145716_IMG_3132

Im Niemandsland protestierten viele Flüchtlinge und hatten die Straße blockiert. Für Autos gab es kein Vorbeikommen. Ein riesiges Chaos. Um einen Ausreisestempel zu bekommen musste ich mein Fahrrad samt Gepäck draußen unbeaufsichtigt stehen lassen und mich an dem Ausreiseschalter anstellen.

In no man’s country many refugees were protesting and they had closed up the road. There was no passing for cars. It was a huge chaos.In order to get my exit stamp, I had to leave my bike and my whole luggage outside and unattended and I had to wait in line at the departure desk.

Ich war nervös, deswegen hatte ich mein Fahrrad nahe einer Polizistin abgestellt und hoffte das sie noch eine Weile dort stehen bleiben würde, so dass mein Fahrrad und meine Ausrüstung nicht geklaut würden.

I was rather nervous. So I parked my bike next to a police woman and I could only hope that she would stay there for quite a while so my bike and my luggage wouldn’t be stolen.

2018-11-28,Filbo Ecuador, Reg. Rumichaca,143938_IMG_3129

Dann stellte ich mich an der mir endlos erscheinenden Warteschlange an. Ob ich mein Fahrrad jemals wieder sehen werde? / I joined the queue which seemed endlessly long. Will I ever see my bike again?

 

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