âïž Abschied mit gemischten GefĂŒhlen/ Leaving with Mixed Feelings
Nach vier intensiven Wochen in Matany fiel mir der Abschied schwer.
Ich hatte das GefĂŒhl, dass die Zeit dort mich mehr verĂ€ndert hatte, als ich in diesem Moment begreifen konnte.
Wir versuchten, die verbleibenden Tage sinnvoll zu nutzen und noch offene Aufgaben zu erledigen.
Als wir uns vom Team verabschiedeten, gab es eine emotionale Runde, in der jeder ein paar Worte sagte.
Zum Abschied erhielten wir sogar traditionelle Kleidung â ein bewegender Moment, in dem ich groĂe Dankbarkeit und Stolz empfand,
dieses Krankenhaus mit unserer Arbeit unterstĂŒtzt zu haben â aber auch ein StĂŒck Wehmut.
After four intense weeks in Matany, saying goodbye was hard.
I felt that my time there had changed me more than I could yet understand.
We tried to make good use of the remaining days and complete the last open tasks.
When we said farewell to the team, everyone shared a few words, and we even received traditional clothing as a farewell gift â a moving moment filled with gratitude and pride for having supported this hospital with our work, but also with a touch of melancholy.
Ich war froh und stolz auf das, was wir geschafft hatten, und gleichzeitig traurig, all die Menschen zurĂŒckzulassen,
mit denen wir so eng zusammengearbeitet hatten.
Matany war fĂŒr mich mehr geworden als nur ein Einsatzort â es war ein StĂŒck Leben auf Zeit.
I was proud of what we had accomplished and, at the same time, sad to leave behind the people I had worked so closely with.
Matany had become more than just a workplace â it had become a temporary home.
đŹ ZurĂŒck in Deutschland/ Back in Germany
Als ich wieder in Deutschland landete, war es ein seltsames GefĂŒhl.
Einerseits freute ich mich, Maury, meine Familie und Freunde wiederzusehen,
andererseits war mein Kopf noch voller EindrĂŒcke aus Uganda.
Der Kontrast konnte kaum gröĂer sein:
WĂ€hrend es in Uganda um wirklich wesentliche, oft lebenswichtige Dinge ging,
drehte sich hier vieles plötzlich um Details, die mir im Vergleich unbedeutend erschienen â
etwa ob eine Lampe exakt in einer Linie mit einer LĂŒftung montiert ist oder nicht.
When I landed back in Germany, it felt strange.
On one hand, I was happy to see Maury, my family, and friends again;
on the other hand, my head was still full of impressions from Uganda.
The contrast couldnât have been greater:
While my work there had focused on truly essential, often life-critical things,
here it seemed to revolve around minor details â like whether a lamp is perfectly aligned with a ventilation grid or not.
Der Alltag kam schnell zurĂŒck, aber vieles fĂŒhlte sich anders an.
Ich ertappte mich oft dabei, an die Menschen in Matany zu denken â
an die StromausfÀlle, die Improvisation, aber auch an das Lachen und die Geduld meiner Kollegen.
Everyday life returned quickly, but much felt different.
I often found myself thinking of the people in Matany â the power cuts, the constant improvisation, and also the laughter and patience of my colleagues.

âïž Zwischen Welten/ Between Two Worlds
ZurĂŒck im Berufsleben erzĂ€hlte ich meinen Kollegen von der Arbeit in Matany.
Manche hörten interessiert zu, andere konnten sich kaum vorstellen, wie anders die Bedingungen dort sind.
Ich merkte, dass man so eine Erfahrung schwer in Worte fassen kann â man muss sie selbst erlebt haben.
Back at work, I told my colleagues about our time in Matany.
Some listened with interest, others could hardly imagine how different the conditions were.
I realized that such experiences are hard to put into words â you have to live them to understand them.
Maury und ich sprachen oft darĂŒber, was bleibt â
ĂŒber den Sinn von Entwicklung, ĂŒber kulturelle Unterschiede und darĂŒber, wie Begegnungen uns verĂ€ndern.
Langsam kehrte NormalitĂ€t ein â aber es war nicht mehr dieselbe NormalitĂ€t wie vorher.
Maury and I often talked about what remains â about the meaning of development, cultural differences, and how encounters change us.
Gradually, daily life returned â but it wasnât the same as before.
đ Mehr erfahren und mitmachen/ Learn More and Get Involved
Wer sich fĂŒr das Programm des SES interessiert,
kann sich dort bewerben, Hilfe anfordern oder UnterstĂŒtzer werden:
đ https://ses-bonn.de/home
Wer unter 31 Jahre alt ist, einen Beruf gelernt hat
und in Deutschland oder einem afrikanischen Land lebt,
kann sich beim Team Works-Programm des AGYO bewerben:
đ https://www.deutsch-afrikanisches-jugendwerk.de/en/homepage.html
If you are interested in the SES program, you can apply, request support, or become a volunteer supporter here:
đ https://ses-bonn.de/home
If youâre under 31, have completed vocational training, and live in Germany or an African country,
you can apply for the Team Works program by AGYO here:
đ https://www.deutsch-afrikanisches-jugendwerk.de/en/homepage.html
Zu guter Letzt möchte ich erwÀhnen, dass das Austauschprogramm,
an dem ich teilgenommen habe â TeamWorks! â
Arbeitsaustausche in beide Richtungen anbietet:
von Deutschland in ein afrikanisches Land ebenso wie von einem afrikanischen Land nach Deutschland.
Zwei meiner Kollegen aus Uganda habe ich dazu ermutigt,
sich zu bewerben, weil sie perfekt in das Programm passen:
Gunther, der biotechnische Ingenieur, und Matthew, der Elektriker,
mit dem ich am meisten zusammengearbeitet habe und zu dem ich inzwischen eine Freundschaft aufgebaut habe.
Was aus den Bewerbungen wird â und ob es ein Wiedersehen in Deutschland gibt â
erfahrt ihr im nÀchsten Blog.
Finally, Iâd like to mention that the exchange program I took part in â TeamWorks! â
offers work exchanges in both directions:
from Germany to African countries and from African countries to Germany.
I encouraged two of my Ugandan colleagues to apply, as they fit perfectly into the program:
GĂŒnther, the biomedical engineer, and Matthew, the electrician I worked most closely with and have since become friends with.
What will come of their applications â and whether there will be a reunion in Germany â youâll find out in the next blog.
âĄïž Im nĂ€chsten Teil:
âAustausch in beide Richtungen â Matthews Besuch in Deutschlandâ đ
Next up:
âExchange in Both Directions â Matthewâs Visit to Germany.â đ



