Blog 53 – Ein Erlebnis in Peshkopia / An adventure in Peshkopia

Albanien – 19.06.2016

Die zwei Tage Auszeit nutzte ich auch gleich, um Kontakt mit Einheimischen aufzunehmen. Mit einem Deutsch sprechenden Albaner, namens Erald, hatte ich mich bereits vor einigen Tagen verabredet. Er möchte die Gelegenheit nutzen Deutsch zu sprechen und mir einiges über sein Land und die Stadt Peshkopia, zu erzählen.

I profit from the two days break to take contact with the locals. With an Albanian guy called Erald, who speaks German, I already made an appointment. He would like to profit from the opportunity to speak German and to tell me stories about his country and the town Peshkopia.

Auf dem Weg zum vereinbarten Treffpunkt, einer Bar, wurde ich plötzlich von einem Jugendlichen von ca. 18 Jahren, umarmt und nach Geld gefragt. Ich sagte: „Ich habe kein Geld“ und ging weiter zur Bar. Der Junge folgte mir.

On the way to the appointment, a bar, I was hugged by an adolescent aged ca 18 years. He asked for some money. I refused and said that I have no money, and continued my way to the bar. He followed me.

In der Bar saßen einige Leute, aber noch nicht derjenige, mit dem ich eigentlich verabredet war. Obwohl mich niemand kannte, wurde ich direkt willkommen geheißen und von Gästen gebeten, mich zu ihnen an den Tisch zu setzen. Das tat ich auch, allerdings setzte sich jetzt der Bettler zu uns. Er bestellte ebenfalls einen Espresso. Auch Erald traf nun ein und bestellte sich etwas zu trinken. Ich dachte schon den Kaffee des Bettlers mitbezahlen zu müssen, aber merkwürdiger Weise, zahlte dieser alle drei Getränke.

There were a few people, but not Erald. Despite that nobody knew me, I was invited to a table where, soon, the beggar joined us. He also ordered an espresso. Erald came then as well and ordered a drink. I was expecting to have to pay also the beggar’s drink, but, strangely enough, he paid for the three drinks.

Später erkundigte er sich bei Erald, ob er denkt, dass ich ihm finanziell helfen könne. Erald erklärte ihm, dass ich mit dem Fahrrad auf dem Weg nach Australien sei und deswegen nur wenig Geld habe. Nachdem der Bettler das wusste, wollte er von mir, kein Geld mehr haben. Ich wollte ihm noch das Geld für die drei Kaffees geben, doch er winkte ab.

The beggar then asked Erlad if he thought that I could help me financially. Erald explained to him that I was on my way on the bicycle to Australia and did not have much money. As soon as he knew that, the beggar did not ask for money anymore. Moreover, he refused to take my money for the drinks.

Wahnsinn ! So wie mir erzählt wurde, hat dieser Mann nichts: Kein Zuhause, keine Eltern, kaum noch gesunde Zähne und er wollte von mir, jetzt noch nicht mal das Geld, für unsere Kaffees annehmen. Für mich beschreibt diese Geschichte ganz gut die Albaner, so wie ich sie erlebt habe. Sie sind oft arm, dafür aber sehr reich im Herzen!

Crazy enough! I was told that this guy has nothing: no home, no parents, almost no healthy teeth. But he refused to take money from me for my drinks. This story does, in my eyes, characterize very much the Albanian people, as I knew them. Often poor, but very rich in their hearts.

Nach diesem Kaffeetrinken zeigte Erald mir noch die Stadt, inklusive einer sehr interessanten Führung durch die Moschee. Übrigens war das, der erste Besuch einer Moschee für mich.

After this, Eralds showed me the town, inclusive of a guided tour in the mosque.  By the way, the first mosque I visited.

Auch aus der zufälligen Begegnung mit Bledari, der mich zu sich an den Tisch gewunken hat, entwickelte sich eine Freundschaft. Er zeigte mir zusammen mit seiner Kusine, das touristische Highlight von Peshkopia, die Heilwasserquelle. Anschließend gingen wir noch einen Kaffee in einer Bar trinken.

Even to Bledari, who invited me at table by chance, I developed a friendship. He showed me together with his cousin the touristic highlight of Pershkopia, the medicinal spring, before we returned to a bar for some drinks.

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