Blog 157 – Indische Begegnungen / Meeting with the Indian Population

28.01.2017 – Indien
Mir als Ausländer gegenüber, sind die Inder sehr offen und kontaktfreudig. Privatsphäre existiert nicht wirklich.

To a foreigner like me, the Indians are very openminded and sociable. You can’t really expect any privacy there.

Sobald ich stehen bleibe um zum Beispiel in einem Restaurant etwas zu essen, werde ich von zahlreichen Menschen umringt. Die meisten gucken einfach nur, andere spielen ungefragt an meinem Fahrrad herum. Das ist anstrengend für mich, denn ich muss dauernd eingreifen, wenn mein Fahrrad umzukippen droht. Mich bestehlen, würde jedoch im Leben keiner von ihnen.

As soon as I stop at a restaurant in order to get something to eat, I’ll be surrounded by numerous people. Most of them just look, others fiddle about with my bike, not even asking for permission. That is very strenuous as I have to step in constantly and prevent my bike from being knocked over. They would never ever steal from me, though.

Dauernd werde ich angesprochen, dabei werden mir die typischen immer gleichen Fragen gestellt: / They asked the same typical questions over and over again:

1. „Were are you from?“ „ Germany!“ Ganz einfache Leute verwechseln Germany auch mit Japan , denn der Klang des englischen Namens ist so ähnlich. Oft ist die erste Reaktion auf mein Herkunftsland Deutschland. „Oh Hitler, very good ! Die Inder bewundern oft Hitler, da sie sich meist selber als den Ariern zugehörig fühlen.

1. „Where are you from?“ „Germany.“ Simple people mix up Japan and Germany as the sound of the English names appears to be similar. Many times their first reaction when I tell them that I’m from Germany is to say, „Oh, Hitler, very good!“ The Indians admire Hitler quite a lot as they feel that they are Aryans themselves.

2. „Were are you going?“

3. „What is your name?“ Diese Frage wird wirklich immer gestellt, denn den Indern ist der Namen wirklich sehr wichtig. Bei ihren eigenen Namen kann daraus die Kaste oder Religionszugehörigkeit hergeleitet werden.

3. „What is your name?“ They always ask this question, because names are most important for Indians. An Indian’s own name informs you about his religion and his caste.

4. „What is your fathers/parents name?“ Vor allem der Vatername ist hier anscheinend auch wichtig.

4. „What is your father’s/parents‘ name?“ Apparently the father’s name is very important here.

5. „Did you got your breakfast/lunch/dinner?“ Es ist in Indien anscheinend nicht selbstverständlich, dass man immer satt ist. Deshalb hat sich diese Frage eingebürgert.

5. „Did you get your breakfast/lunch/dinner?“ Apparently it is not standard in India to have enough to eat at all times.That’s why they ask this question every time.

6. Fragen die mit Geld zu tun haben: Diese Fragen sind für mich sehr unangenehm. Ich möchte nicht erklären wie wohlhabend ‚zumindest für indische Verhältnisse‘ ich bin. Meist versuche ich diese Fragen nicht klar zu beantworten oder untertreibe stark.

6. I don’t like questions about money. These make me feel very uncomfortable. I don’t feel lkie explaining that I’m rather „wealthy“ in proportion to the Indians. I usually try to be not too clear in my answer and to understate grossly.

How much is your bicycle? Meine Standartantwort ist, das mein Fahrrad ein Geschenk von meinen Eltern ist. Den Preis weiß ich deswegen nicht. Das wird meist akzeptiert.

„How much is your bicycle?“ My standard response is: I got my bike as a present from my parents. That’s why I don’t know how much it was. They usually take this for an answer.

„How much is your salary?“ My answer: In Germany they pay higher wages as prices are much higher than in India, as well.

How much is your salary ? Meine Antwort: In Deutschland ist der Lohn höher, weil da auch alles teurer ist.

2017-01-10, Filbo Indien,DSCN3727

Zum Teil reise ich ich in Indien wie ein VIP. Der Grund dafür ist, dass in den Köpfen vieler, noch eine Art Appartheit aus der englischen Kolonialzeit existiert. Die helle Hautfarbe wird vielfach als überlegen angesehen. Der Westen und speziell Deutschland wird außerdem für seine wirtschaftliche Stärke bewundert.

In India, I travel like a VIP in some ways.The reason is that in many minds there is still something like the apartheid from colonial times. They often view our fair complexion as superior to theirs. The Western World and Germany in particular, are being admired for their economic strength.

By talking to me, the fair-skinned person, their social status seems to be upgraded. That seems to be the only reason why people stop me up to 15 times a day and ask me to take a selfie with them.

Dadurch, dass man Kontakt mit Hellhäutigen ’sprich mit mir‘ hat, wird der eigene soziale Stellenwert gehoben. Das ist wohl mit ein Grund dafür,dass ich bis zu 15 mal pro Tag angehalten und von Leuten um ein Selfie mit ihnen gebeten werde.

In Restaurants und Geschäften werde ich zudem oft bevorzugt behandelt. Sehr nett ist, dass ich von den nicht gerade in Reichtum lebenden Leuten, öfters nach Hause eingeladen werde.

Very often I get priviledged treatment in restaurants or shops. I really appreciate being invited by people who aren’t exactly wealthy, into their homes.

Häufig werde ich allen Bekannten vorgestellt und aufgefordert mit ihnen eine Dorf/Stadttour zu unternehmen, damit auch jeder sieht, dass sie einen Weißen kennen und dazu auch noch selber Englisch sprechen können.

Very often they introduce me to all their friends and ask me to tour the town or village with them in order to show everybody that they know a white person and that they are able to speak English, as well.

Obwohl ich schon vorher auf meiner Reise Aufmerksamkeit erregt habe, geht mir auf Dauer dieser Rummel zusehends auf die Nerven. Zu viel ist halt zu viel.

Although I had drawn attraction on my journey before, in the long run this gets on my nerves. Too much is too much.

 

Ein Gedanke zu „Blog 157 – Indische Begegnungen / Meeting with the Indian Population

  1. Pingback: Der Plan: Soll ich? Soll ich nicht? Ich will!!! | Filbos Cycle Travel

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