Blog 177 – Eine entbehrungsreiche Zeit / A Time of Privations

13.03.2017 – Myanmar

Nach einem knochenharten Tag im Schlamm hatten wir nur 30 Kilometer geschafft und waren komplett erledigt. Dazu kam, dass wir in dieser abgeschiedenen Region von Myanmar kaum Nachschub an Essen und Trinkwasser fanden. Am Abend zelteten wir wild und kochten etwas mit den wenigen Lebensmitteln die wir ausfindig machen. Auch Wasser für die Dusche hatten wir nicht genug und so mussten einige Tropfen und der Waschlappen reichen.

The day in the mud had been hard work and we were completely exhausted. We had only managed to make a distance of 30 km. What’s more, we didn’t find any supplies of food or water in this remote area. So we camped wild that night and cooked a meal consisting of the little food we could find. We never had any water left for a shower so we had to make do with a few drops on our washrags.

Von unserem Zeltplatz aus, konnten wir zahlreiche Lkws beobachten, die den steilen und schlammigen Berghang nicht bewältigen konnten. Mit viel Anlauf versuchten sie den Berg zu erklimmen. Schon bald konnte ich der Motorgeräusche vorhersagen, ob der genommene Anlauf ausreichen würde oder nicht.

From our camp we were able to watch several lorries trying to cope with the muddy and steep slope and not making it. Bravely taking a run-up they tried to climb the mountain. Very soon I was able to predict who was going to make it or not, just by listening to the engine noise.

2017-03-12, Filbo Myanmar,Reg. Kyabin,DSCN4263

Einer der Lkws schaffte es auch nach dem x-ten Versuch nicht. Wahrscheinlich hatte er recht abgefahrene Reifen oder / und war ziemlich überladen. Der Lkw-Fahrer war gezwungen hier zu übernachten und wir gaben ihm zum Trost etwas von unseren frisch gekochten Kaffee ab.

One of the lorries didn’t make it even after many attempts. Either its tires were worn or it had been overloaded. The driver was forced to spend the night right there. We gave him some of our freshly brewed coffee to comfort him.

2017-03-12, Filbo Myanmar,Reg. Tongyi,DSCN4278

In den nächsten Tagen trocknete der Matsch von Tag zu Tag etwas ab, dafür wurde es aber noch bergiger.

During the days to come the mud slowly dried but the road became much more mountainous still.

An einem Morgen reichten unsere Vorräte nicht mehr für ein Frühstück. Auch Trinkwasser hatten wir kaum noch. So fuhren wir hungrig los. Erst im Laufe des Vormittags erreichten wir eine kleine Siedlung, in der ein paar Mönche Geld für einen neue Tempelanlage sammelten. Sie boten uns Essen an. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und aßen bis der schlimmste Hunger gestillt war. Als Dank gaben wir ihnen natürlich eine Spende für ihren neuen Tempel.

One morning we didn’t even have enough to eat for breakfast. We also had hardly any water left. So we started hungrily. Sometime that morning we reached a small settlement where some monks were collecting money for a new temple. They offered us some food to eat. We didn’t need to be told twice and kept eating until we had satisfied our worst hunger. Of course we gratefully donated for their new temple.

2017-03-13, Filbo Myanmar,Reg. Tongyi,DSCN4286

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