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Über filboscycletravel

Ich bin momentan auf einer Solo-Fahrradtour rund um die Welt. Im April 2016 bin ich in Deutschland mit dem Ziel Australien gestartet. Nach 24.000 km, sowie unzählbaren als auch unglaublichen Abenteuern, bin ich in Australien angekommen. Doch meine Reise ist hier nicht zu Ende. Ich habe mir vorgenommen mit meinem Fahrrad weiter nach Neuseeland und von Süd- nach Nordamerika zu fahren. Folgt mir in Deutsch und Englisch. Die welt ist großartig und voll von Abenteuern! Ich hoffe euch gefällt mein Blog ;-) Filbo I`m on a solo arround the world bicycle tour. I started April 2016 in Germany with the destination Australia. After 24,000 km and countless of amazing experince I reached Australia. Now I desided to extend my jorney and to continue my bicycle adventure to New Zealand and south and north America. Follow my journey in German and English. The world is great and full of adventure! I hope you like my Blog! :) Filbo

Blog 302 – Über die Anden, durch alle Klimazonen (Teil 1) / Across the Andes, Through All Climate Zones (No 1)

Uscurumi – 01.10.2018

Vor mir lag also eine abermals sehr anstrengende Etappe. Von Cusco aus begab ich mich auf die extreme Bergfahrt zur Andenüberquerung nach Nazca und somit Richtung Pazifik. Mindestens eine Mindestens eine Woche werde ich dafür brauchen.

The stage lying ahead promised to be a very strenuous one again. I started at Cusco and headed for an extreme mountain trip while crossing the Andes toward Nazca, thus going in the direction of the Pacific Ocean. It will take me at least a whole week.

Trotz des ständigen Bergauf und -ab kam ich gut voran. Fast 100 km schaffte ich am ersten Tag. Erschöpft fragte ich einen Bauern, ob ich auf seinem Feld zelten darf. Letztendlich zeltete ich dann in einem Geräteschuppen. Das war auch gut so, denn es war sehr windig und es gab sogar einen Schauer in der Nacht.

It went on quite well although I had to go uphill and downhill all the time. That first day I made nearly 100 km. I was exhausted and asked a farmer to let me put up my tent on his premises. Eventually, I did sleep in a tool shed. Which was just as well, because it was very windy and there was a shower during the night, too.

Am 2.Tag lag ein 3700 m hoher Pass vor mir. Aber meine Motivation war sehr gut. Dazu kam, dass ich kurz vorher längere Zeit in größerer Höhe, in Cusco gewesen bin. Deswegen war mein Körper noch an die dort herrschende sauerstoffarme Luft angepasst und das Atmen in der nun geringeren Höhe fiel mir dementsprechend leicht. Ich kam nicht mehr so schnell außer Atem und meisterte jeden noch so steilen Anstieg ohne zu schieben.

The second day, I headed toward a pass of 3,700 meters. My motivation was great. What’s more, I had been at a greater height in Cusco, for some time before. So my body was used to the air which is thin and low in oxygen and breathing was easy as it wasn’t that high up. I didn’t get out of breath so easily and mastered every steep slope without having to push my bike.

An diesem Abend fand ich ein günstiges Hotel (ca. 5 €) in dem ich übernachtete. Als ich meine Zimmertüre für die Nacht abschloss, stellte ich erschrocken fest, dass das Schloss defekt war. Es ließ sich zwar abschließen, aber es wieder aufzuschließen gelang mir trotz zahlreicher Versuche nicht. Ich fing an nach Hilfe zu rufen, doch keiner hörte mich.

That evening I found a cheap hotel (about 5 €) where I could sleep over. When I locked my door for the night, I was startled to find that the lock was defective. I was able to lock it but not unlock it any more, although I tried and tried. I started to call for help but nobody heard me.

Neue Hoffnung aus meinem Gefängnis auszubrechen machte ich mir, als ich die Telefonnummer des Hotels fand. Doch ich erreichte niemanden. Wie ich später erfuhr, existierte die Telefonnummer nicht mehr. “Was also tun?” Ich entschloss mich mit Hilfe meines Fahrradwerkzeugs den Schließmechanismus zu zerlegen. Ganz so einfach gestaltete sich das aber auch nicht. So blieb mir nichts anderes übrig als das Schloss stark zu verbiegen, damit es endlich aufging. “Puh, endlich war ich wieder in Freiheit!”

When I got hold of the hotel’s telephone number, I drew some hope to get out of my prison, but I didn’t reach anybody. Later I found out that this number didn’t even exist any longer. What should I do? I decided to take my bycicle tools and dismantle the closing mechanism. It wasn’t all that easy, though. So I had no choice but end the lock so it finally opened again. „Whew! Back to freedom at last!“

Am nächsten Morgen meldete ich den Schaden an der Tür. Das ging problemlos, und den Schaden musste ich nicht bezahlen. / The following morning I told them about the damage. That was no problem and I didn’t have to pay for it.

Auf ging’s, die nächste Etappe stand an./ Let’s go! The next stage to be conquered.

Nach einer weiteren Bergabfahrt folgte ich einem Flusstal. Ausnahmsweise war es nun überwiegend flach. Auch das Klima war jetzt typisch tropisch feucht-heiß und die Landschaft dementsprechend grün. / After yet another downhill ride I followed a river valley. It was quite flat, for a change. The climate was typically humid and hot and the landscape was green.

Doch schon am nächsten Tag begann ein steiler Aufstieg die Landschaft wurde immer karger und die Temperaturen dementsprechend kälter. Die Straße stieg auf 4600 m und bleib dann längere Zeit auf einer nur geringfügig niedrigeren Höhe./ The next day, though, I had to go up a steep slope, the landscape grew scarcer and scarcer and temperatures were low. The road ascended up to 4,600 meters and then stayed about that height for quite a while, just a tiny bit lower than before.

Die Strecke war zu lang um noch am gleichen Tag wieder hinunter zu fahren. Deswegen zeltete ich nahe eines Dorfes. Schon abends war es sehr kalt, ich fror und beeilte mich in den Schlafsack zu kommen. / It was too far to go down that same day. Therefore I put up my tent near a village. It was very cold in the evening and I was freezing and hurried into my sleeping bag.

Am nächsten Morgen war sogar das Wasser, dass ich neben meinem Schlafsack ins Zelt gelegt hatte gefroren. Auch mein Zelt und der Fahrradsattel waren ebenfalls vereist. / The next morning even the water next to my sleeping bag in the tent was frozen. My tent and my bycicle saddle were iced up.

2018-10-01, Filbo Peru Reg. Negromayo,063713_IMG_2509


Blog 301 – Cusco: Sightseeing und Reisepläne / Cusco: Sightseeing and Travel Plans

Cusco – 25.09.2018

Nach meiner Rückkehr von Machu Picchu nach Cusco, unternahm ich noch einen kleinen Ausflug. Ich stieg auf einem nahen Berg mit einer Jesusfigur, von dem man einen super Blick über die ganze Stadt hat. / Upon my return from Machu Picchu to Cusco I went for a little excursion. I climbed a mountain nearby that had a Jesus figure on it, from where you had an amazing view all over the town.

2018-09-25, Filbo Peru, Cusco,112214_IMG_2490

Es gibt hier oben auch ein paar beeindruckende Bauwerke der Inka. / There are some impressing Inca buildings there, too.

In Cusco wurde ich außerdem Zeuge einer traditionellen Parade. / I also witnessed an amazing parade in Cusco.

2018-09-24, Filbo Peru, Cusco,110618_IMG_2480

Viel Zeit in Cusco nahm für mich, die etwas langfristigere Planung meiner weiteren Reisepläne in Anspruch. / It took me quite some time to prepare my further travel plans at Cusco.

So  kümmerte ich mich für Kanada, um die Beantragung eines Arbeitsvisa (Work and Travel). Falls ich nach meiner dortigen Ankunft einen interessanten Job finde, habe ich damit die Chance, dann auch arbeiten zu dürfen. Da es allerdings immer mehr Bewerber als Visa gibt, brauche ich dafür auch noch das Glück bei einer staatlichen Verlosung gezogen zu werden. Werde ich gezogen, habe ich 20 Tage Zeit um mich zu bewerben.

I wanted to obtain a work-and-travel visa for Canada. Just in case I find an interesting job there, I might have the chance to really do some work. Of course there are always more applicants than visas available, so I need to be lucky and be drawn in an official lottery. If I am chosen, I have 20 days to apply.

Dann werde ich dafür auch ein polizeiliches Führungszeugnis brauchen. Da die Beantragung sehr langwierig werden kann, kümmerte ich mich gleich darum. Aber auch das war nicht so einfach, denn ich erfuhr dass dies aus dem Ausland nicht so ohne weiteres zu  bewerkstelligen ist. So musste ich zuerst einen Antrag auf ein Führungszeugnis ausdrucken, ihn unterschreiben und zusätzlich die Echtheit meiner Unterschrift von einem deutschen Konsulat beglaubigen lassen.

Then I will need a clearance certificate. It can take really long to get one, so I took charge of that, too. This wasn’t going to be easy either, as I was told that you can’t do this from abroad. So, I first had to fill in an application for my clearance certificate, sign it and have my signature certified by a German embassy.

Wie gut, dass es hier in Cusco nur wenige Meter von meinem Hostel entfernt ein solches Konsulat gibt. Mittags ging ich auf gut Glück dorthin und fragte nach. Man sagte mir, ich solle abends wiederkommen. Das tat ich dann auch. Tatsächlich traf ich bei meinem 2. Besuch auf eine Konsulatsmitabeiterin, die mich als erstes „zur Schnecke machte“, weil ich anscheinend außerhalb der Sprechstundenzeiten dort war.

Fortunately, there was one only a few meters from my hostel here at Cusco. I went there on the off-chance in the afternoon to inquire. They told me to come back that evening. So I did. Actually I met a staff member when I got there the second time who bawled me out because it was outside the normal consultation hours.

Nach meinem Argument, dass man mir explizit gesagt hatte, ich solle abends kommen, bekam ich tatsächlich von ihr die Beglaubigung. Es war ein einfacher Stempel mit Unterschrift. Und dann die aberwitzige Rechnung für die Beglaubigung: 25,- €!! Das fand ich völlig überzogen. Normalerweise sind 25,- € zwei Tagesbudgets für mich, aber ich hatte keine Wahl.

After having explained to her that I had been told to come back that evening, she eventually gave me the certification. It was a simple stamp and her signature. I had to pay 25 € for it, ludicrous! I found it altogether excessive. A two-day budget for me! I couldn’t do anything about it.

Per Post sendete ich nun den beglaubigten Antrag zu meinen Eltern nach Deutschland, damit diese von meinem Konto die eigentlichen Kosten des Führungszeugnisses (13,- €) überweisen, den Überweisungsbeleg dem Antrag beifügen und dann weiterleiten können. Das Führungszeugnis wird nur in Deutsch ausgestellt. Für weitere rund 30,-€ werde ich es noch ins Englische übersetzen und beglaubigen lassen müssen.

This certificate I then posted to my parents in Germany so they were able to transfer the actual price of 13 € for my clearance certificate from my bank account, then add the transfer voucher to it and forward it. The certificate is only written in German, so I will have to have it translated into English and have it certified for another 30 €.

Nach dem ich diesen Bürokratiewahnsinn in die Wege geleitet hatte, bereitete ich mich darauf vor weiterzufahren. / Having got all that red tape under way, I prepared to carry on with my journey.

Es soll zur Küste gehen. Wie ich nach und nach heraus fand, ist das allerdings auch nicht so leicht. Es wird wohl häufiger hoch und runter gehen. /  I intend going toward the coast. This turned out to be everything but easy because I’ll have to go up and down a lot.

  Anfangs hatte ich noch gedacht, dass es von Cusco (3.400 Hm) mehr oder weniger nur noch bergab bis auf Meereshöhe geht, doch das war wohl naiv:                                                                                                                                                                In the beginning, I expected the road to go down gently from Cusco (at 3,400 m) all the way to the coast. This must have been naive:

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Somit liegen nun 4 Pässe vor mir. Der Höchste mit 4.600 m. Insgesamt werde ich wohl unglaubliche 14.781 Höhenmeter hoch und 17.524 m hinunter fahren müssen, ehe ich die Anden überquert habe. So steht es zumindest in dem berechnete Höhenprofil.

So I’m facing four passes now. The highest one is 4,600 meters. I will have to go an unbelievable amount of 14,781 meters up and 17,524 meters down again before I leave the Andes behind. That’s at least what the elevation profile has worked out.

Also ein einziges bergauf und bergab erwartet mich. / I expect I will be going up and down the mountains all the time.

 

Blog 300 – Machu Picchu mit Hindernissen / Machu Picchu and Some Obstacles

Machu Picchu –  21.09.2018

Am nächsten Mittag machte ich mich von Aguas Calientes aus auf den Weg nach Machu Picchu. Das Ticket für die Nachmittagstour hatte ich für 35 Euro bereits vorab gekauft. / The next day about noon, I started for Machu Picchu from Aguas Calientes. I had bought the 35 €-ticket for the afternoon tour in advance.

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Um Geld zu sparen nahm ich nicht den 10 US Dollar teuren Bus, sondern lief den steilen Aufstieg zu der Eingangspforte hoch. / In order to save some money, I didn’t buy the 10 € bus ticket, but decided to walk up the slope to the entrance gate.

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Los ging es, der Weg verlief wunderschön im Dschungel und nach nicht mal zwei Stunden erreichte ich den Eingang. / It all went well. The road was beautiful and went right through the jungle and not even two hours later, I reached the entrance gate.

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Hier herrschte extrem viel Betrieb. So viele Touristen, dicht gedrängt an einem Fleck, habe ich noch nie gesehen. / It was terribly crowded up there. Never before had I seen so many tourists packed so tightly in one place.

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Beim Aufstieg hatte ich ein italienisches Pärchen wiedergetroffen. Wir kannten uns von der gestrigen Busanreise von Cusco nach Hidroelectrica. Zusammen warteten wir, bis endlich der Einlass zu den Ruinen gewährt wurde. Dann besichtigten wir gemeinsam die Ruinen.

Moving up the mountain I had met with an Italian couple again. We knew each other from the bus journey the day before, going from Cusco to Hidroelectrica. We waited till we were finally allowed into the ruins, which we visited together.

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Eine Menschenmasse quälte sich den Berg hoch. / A real mass of people were pushing up the mountain.

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Wow, hier waren echt viele Leute. Trotzdem dauerte es nicht lange, bis ich von der unglaublichen Bauweise der uralten Stadtanlage fasziniert war. / Wow, there was a real crowd up here. Yet it didn’t take me long to be intrigued by the unbelievable city complex.

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In dieser superschönen Lage auf dem Berg, sind die filigran behauenen Steine, passgenau aufeinander, zu beindruckenden Gebäuden errichtet worden. / The site is amazing, and the stones have been delicately cut, custom-fit on top of each other, and put up into impressive buildings.

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Auch sind die Steine so groß, dass ich mir bis jetzt nicht erklären kann, wie diese Steine überhaupt bewegt oder gar übereinander gestapelt werden konnten. Und das in der damaligen Zeit, ohne maschinelle Hilfsmittel, unglaublich!

These stones are so huge. I can’t imagine how they managed to move them, never mind pile them up. They never had any machines in those days. It’s unbelievable!

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Alles ist hier durchdacht und hat eine Bedeutung. / Everything has been thoroughly thought through and bears its own meaning.

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Es gibt Sonnenuhren, und sogar eine eingemeißelte Schüssel im Boden. Füllt man diese mit Wasser kann man durch den Spiegeleffekt die Sterne beobachten. / There are sundials and there is a basin engraved in a rock. If you fill it with water, you can watch the stars‘ reflection.

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Mir wurde klar, dass das Denken des Inkavolks ein ganz anderes war, als das unsere. Es beruhte wohl viel mehr auf Beobachtung der Natur. / I realized that the Inca thought in a totally different way than we do. They observed nature closely.

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Tags darauf traf ich mich morgens wieder mit Andrea, die ich ebenfalls von der Busanreise kannte, um zurück nach Cusco zu fahren. Zusammen liefen wir zurück nach Hidroelectrica. Dort trennten sich unsere Wege, da ich kein Rückfahrtticket gekauft hatte und mir einen Bus suchen musste. / The following day, I met again with Andrea who I had met on the bus, in order to get back to Cusco. We walked back to Hidroelectrica together. Then we separated as I had not bought a return ticket and therefore had to look for a bus.

Mit der anschließenden Busfahrt starteten auch wieder die Probleme. Ich erfuhr, dass der Streik noch immer andauerte. Wenig später standen wir schon vor einem gefällten Baum, der als Straßensperre diente.

On the bus the problems started all over again. I found out that they were still striking. A little later we were stuck in front of the felled tree that served as a road block.

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Hier mussten wir den Bus wechseln, aber weit kamen wir auch mit diesem Bus nicht, denn wir erreichten die nächste Straßensperre. / We had to change buses but didn’t really get very far before we reached the next road block.

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Ab hier ging es nur noch zu Fuß weiter. Auf den nächsten 12 Kilometern war nun die Straße blockiert. Erst nach diesem langen Abschnitt, hinter der letzten Barrikade, war es möglich einen weiteren Anschlussbus zu nehmen. Nach einem gefühlt endlosen Marsch, erreichten wir dann tatsächlich einen Bus.

On we went on foot. The road had been blocked for about 12 kilometers. After that we were able to take another bus. It felt like an endless march when we actually got into a bus.

2018-09-22, Filbo Peru, Reg. Machu Picchu,IMG_2473(1)Zu unserem Bedauern fuhr der Bus jedoch erst nach mehr als einer Stunde ab. Auf der Fahrt hatten wir dann auch noch eine Reifenpanne. /  It did take more than an hour still before the bus was on its way. On the drive we had a flat tire as well.

Nach dieser Odyssee kamen wir erst mitten in der Nacht wieder in Cusco an. / This was an odyssey which brought us back to Cusco in the middle of the night.

Ich vermisse die unkomplizierte Art mit dem Fahrrad zu reisen. Es wird Zeit, endlich wieder mit dem Fahrrad weiter zu fahren. / I do miss traveling by bike which is so easygoing. It’s high time for me to go on cycling!

 

Blog 299 – Irrfahrt durch den Dschungel / Odyssey Through the Jungle

Machu Picchu – 20.09.2018

Cusco ist Ausgangspunkt für Reisen nach Machu Picchu, einer weltberühmten alten Inka Stadt. So eine Chance wollte ich mir natürlich keinesfalls entgehen lassen. Die Eintrittskarte war schon teuer, sie kostet 36,- €, dazu kommen die An- und Abreisekosten und die nötige Übernachtung vor Ort. /

If you want to travel to Machu Picchu, which is a world-famous old Inca town, your starting point will be Cusco. I wasn’t going to miss a chance like that. It wasn’t cheap, though, the ticket being 36 € and in addition there was my travel expense and the overnight stay on site, too.

Zwar fährt ein Zug in bequemen 2 Stunden direkt von Cusco aus nach Aguas Calientes, der Stadt umterhalb von Machu Picchu. Er ist aber sehr, sehr teuer. /There is a train going from Cusco to Aguas Calientes, a town below Machu Picchu, which only takes a comfortable 2 hours, but it is very, very expensive.

Viel günstiger ist der Bus. Die Fahrt dauert gute 6 Stunden bis nach Hidroelectrica. Von hier aus muss man dann noch 2 Stunden bis Aguas Calientes laufen. Dort kann man sich eine Unterkunft suchen und am nächsten Tag Macho Picchu besichtigen. Soweit mein Plan. / The bus is much cheaper. It takes about 6 hours to Hidroelectrical. From there you have to walk for another 2 hours to Aguas Calientes. To look for accommodation there and to visit Machu Picchu the following day, that was my plan.

Leider habe ich nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet genau in diesem Moment die Coca Bauern streikten… Schon die Abfahrt morgens mit dem Bus, war chaotisch. Der Busfahrer sammelte die falschen Leute ein. Andere wiederum wurden versehentlich garnicht mitgenommen. Stundenlang standen wir an einer Tankstelle, während die Angestellten des Busanbieters versuchten das Chaos zu entwirren. Dann ging es endlich doch noch los.

Unfortunately, I didn’t expect the coca farmers to go on strike that very moment. That morning, the departure of the bus was chaotic right from the start. The busdriver collected the wrong people. Others weren’t picked up at all by mistake. We were waiting at a fuel station for hours while the bus drivers tried to untangle this chaos. Finally, we were able to start after all.

Nach einer kurvenreichen Strecke, mit einigen bis mehr als 4000 m hohen Pässen, stoppten wir plötzlich. Der Busfahrer erfuhr, dass wenige Kilometern vor uns streikende Cocabauern aus Protest die Straße blockiert hatten. Deswegen fuhren wir auf einem abenteuerlichen, unasphaltierten Feldweg quer durch den Dschungel und versuchten so die Straßenblockade zu umfahren.

Having gone up a curvy road, leading up to some passes at a height of 4,000 meters or even more, we stopped all of a sudden. As the bus driver was told, some coca farmers were blocking the road in protest. That is the reason why we had to take an adventurous road, not tarred, across the jungle in order to try and avoid the road block.

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Da jedoch der Fahrer den Weg nicht kannte half ich ihm und navigierte mit Hilfe meines Handys. 10 km bevor wir die Straßenblockade erfolgreich umfahren hatten stellten wir fest, dass die Bauern diese Lücke in ihrer Straßenblockade entdeckt hatten. Wohl nur wenige Minuten vor unserem Eintreffen hatten sie auch hier, mit Steinen und Ästen die Straße blockiert.

The driver wasn’t familiar with the road, so I helped him navigate by means of my mobile phone. About 10 km adhead of the road block which we had avoided, the farmers had found out that there had been a gap in it and had closed it up with stones, rocks and branches. Apparently they had done this only minutes before we got there.

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Der Busfahrer begann mit den Streikenden zu diskutieren. Resigniert warteten die anderen Fahrgäste und ich im Hintergrund. / Our bus driver started a heated discussion with the farmers. I kept in the background with the other travelers, resignedly.

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Nach längerer Disskusion durften wir zum Glück doch noch passieren. Ob der Fahrer dafür Bestechungsgeld bezahlt hatte, weiß ich nicht. / After a lengthy discussion we were allowed to pass. I don’t know whether or not our driver had paid a bribe.

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Jetzt trennte uns nur noch eine Flussbrücke von der normalen Straße. Mit unseren schweren Buss war es aber nicht möglich diese Brücke zu überqueren. So mussten wir zu Fuß über die Brücke. Auf der anderen Seite warteten wir auf die eilig herbei gerufenen Ersatzbusse. Diese Busse kosteten der Bussgesellschaft natürlich zusätzliches Geld. Kurzerhand legten sie die Kosten auf uns um und wir mussten nochmal 50% vom Fahrpreis zusätzlich bezahlen. Das war natürlich nicht in Ordnung, aber trotzdem blieb uns nichts anderes übrig als zu bezahlen.

Then, there was only a bridge across the river separating us from the road ahead. We couldn’t pass it though, as our bus was way too heavy. So we had to walk across and wait for replacement which had been called for. Of course, the bus company had to pay extra money for the additional buses. So they made us pay another 50 % extra. That wasn’t okay but there was no alternative but to pay.

Endlich in Hidroelectrica angekommen, wurde es schon bald dunkel. Mit Andrea aus Chile, die mit mir im selben Bus saß, begab ich mich auf den 2 Stunden langen Weg durch den Dschungel nach Aguas Calientes. In völliger Dunkelheit und durchnässt vom einsetzenden Regen, erreichten wir unser Ziel und suchten uns noch ein Hostel.

When we finally got to Hidroelectrica it was nearly dark. Together with Andrea from Chile who was in the same bus as I, I started for the two-hour walk through the jungle toward Aguas Calientes. We got there, sopping wet from the rain that had started pouring in the meantime and in total darkness. We did look for a hostel, still.

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Blog 298 – Peru und seine Eigenarten / Peru and its Peculiarities

Cusco – 19.09.2018

Zwei Nächte zeltete ich am Ufer des Titicasee. / I camped at the Lake Titicaca for two nights.

Dann erreichte ich Cocacobana, die letzte bolivianische Stadt vor der Grenze zu Peru. Hier machte ich einen Zwischenstopp und begab mich anschließend zur Ausreise. / After that I came to Cocacobana which is the Bolivian town closest to the Peru border. I made a short stopover there and then proceeded to leave the country.

Die Einreise nach Peru war problemlos. Ich erhielt eine Aufenthaltsgenehmigung für 90 Tage.     / Entering Peru was no problem. I got a residence permit for 90 days.

Der peruanische Grenzübergang liegt inmitten einer Stadt, in der gerade Markt war. Selbst hier im Niemandsland herrschte geschäftiges Markttreiben. Im Zentrum dieses Marktes befand sich der Grenzübergang. Man musste aufpassen, dass man an den einzelnen Aus – / und Einreisetafeln nicht aus Versehen vorbei ging.

The Peruvian border crossing point is in the midst of a town where they were just having a market day. This was actually no man’s land but the market was very busy. As the market was in the center of the border crossing, you had to take care not to miss the different outward boards and entry boards by accident.

In Peru versuchte ich gleich eine SIM Karte zu kaufen. Etliche Geschäfte waren voll von Werbung für SIM Karten. In einen der Läden, mit besonders viel Werbung, ging ich hinein. Zu meiner großen Verwunderung hatte dieses Geschäft jedoch in keinster Weise etwas mit Handys oder SIM Karten zu tun.

At once I tried to buy a Peruvian SIM card, There were plenty shops advertising for SIM cards. I entered one shop which was advertising very much, yet, to my big surprise, it had nothing to do with cell phones or SIM cards at all.

Ich stand inmitten einer Art Kneipe. Die gut alkoholisierte Kundschaft hieß mich überschwenglich willkommen und ich überlegte mir eine Strategie, wie ich hier schnellstmöglich einen Abflug machen konnte, ohne sie komplett zu verärgern. Sofort bekam ich Bier angeboten oder auch aufgedrängt. Aus Höflichkeit entschied ich mich kurz am Bier zu nippen und beeilte mich dann, mich schnell zu verabschieden und meine Fahrt fortzusetzen.

I found myself standing in the midst of some kind of pub. The customers, well inebriated, welcomed me effusively and I had to quickly find a way to get away without upsetting them altogether. I got some beer at once, they even imposed it on me. Being polite, I just sipped on it and then I quickly said goodbye and carried on with my journey.

Weiter ging es. Viel mehr Leute als zuvor in Bolivien, winkten mir zu. Sie freuten sich sichtlich einen ausländischen Fahrradfahrer hier zu sehen. /I went on. Many people, more than in Bolivia before, were waving at me. Apparently they were happy to see a foreign biker there.

Am Abend aß ich an einem Straßenstand und kam gerade mit den Leuten ins Gespräch, als auch der Alkoholiker des Dorfes von mir Notiz nahm und auf mich zugetorkelt kam. Er umarmte mich und beim Sprechen spuckte er. Gerade noch konnte ich meinen Teller wegziehen, sonst hätte er mir ins Essen gespuckt. Die anderen Umstehenden kamen mir zu Hilfe und sorgten dafür, dass er wieder weiter torkelte. Außerdem machten sie sich Sorgen, ob er mir vielleicht doch in’s Essen gespuckt hätte ? So bekam ich, obwohl ich schon zu 70 Prozent aufgegessen hatte, umsonst eine ganze neue Portion.

That evening, I was just eating at a street stall, talking to the people there, when the village’s alcoholic noticed me and came reeling toward me, hugged me, spitting while he was talking. I was just able to take my plate away, otherwise he would have spat into my food. The people around me came to my rescue and made sure he went reeling off. They were also concerned he might have spat into my food after all, so I got a whole new serving although had eaten about 70 % of my food already. And this time it was for free.

Peru hatte mir heute direkt 3 Dinge gelehrt: 1. Es wird hier deutlich mehr getrunken 2. Die Menschen sind gastfreundschaftlicher, als ich es in Bolivien erlebt habe 3. Die Werbung und Plakate der Shops haben nicht im Geringsten mit dem zu tun, was es dort zu kaufen gibt. Sie scheinen lediglich darauf hinzuweisen, dass man irgendetwas dort kaufen kann.

I had learned three things in Peru that day: First of all, they drink a lot there, secondly, people are much more hospitable than in Bolivia, thirdly, ads and posters in the shops have nothing whatsoever to do with the things you can buy there. They only point out that you can buy something somewhere around there.

Über Puno fuhr ich weiter Richtung Cusco. / Via Puno I drove on to Cusco.

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Noch einmal ging es über einen über 4000 Meter hohen Pass. / Again I crossed a pass at 4,800 meters in height.                                                                                                                                               Dann änderte sich die Landschaft. Es wurde langsam grüner und dementsprechend mehr Menschen leben hier./ The landscape changed. It became greener and it was more populated.

Endlich in Cusco angekommen, begab ich mich zu dem Hostel indem Leticia, die ich zuvor in Chile bereits öfter getroffen habe, inzwischen arbeitete./ When I finally got to Cusco I went to the hostel where Leticia worked who I had met in Chile previously every now and then.

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In Cusco verbrachte ich ein paar Tage, denn der Ort mit all seinen historischen Gebäuden gefällt mir sehr gut. / I stayed at Cusco for a couple of days because it is a nice place with its historic buildings and I liked it very much.

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Blog 297- La Paz, eine Metropole am Steilhang / La Paz, a Megacity on the Escarpment

La Paz – 06-09-2018

In La Paz, der größten Stadt von Bolivien blieb ich etwas länger, erkundete die Stadt und brachte mein Fahrrad zur Reparatur. Das Tretlager war verschlissen, außerdem war es auch mal wieder an der Zeit die Kette inklusive aller Zahnräder zu tauschen.
La Paz ist eine sehr außergewöhnliche Stadt.

I stayed a bit longer in La Paz, one of the major cities in Bolivia, I explored the city and took my bike for repairing.The bottom bracket was worn out and it was high time to change all the gear wheels and the chain.               La Paz is a very spectacular city.

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Der Höhenunterschied von der höchstgelegensten Stelle (El Alto) von 4100 m und die niedrigsten Stelle 3200 m beträgt gigantische 900 m.
Ein “normaler” öffentlicher Nahverkehr wie ein Schienennetz ist hier nicht möglich. Die Lösung: Ein ultra modernes Seilbahnnetz mit dem man schnell, leise, preiswert und komfortabel, diese enorme Steigung überwinden kann.

There is a gigantic difference in altitude from the highest point (El Alto) of about 4,100 meters to the lowest one of about 3,200 meters amounting to a difference of 900 meters. There is no such thing as „normal“ local public transport, it’s just not possible. The solution is an ultra-modern cable railway system which takes you fast, silently, inexpensively and comfortably up the enormous ascent.

In La Paz nahm ich die Chance war mich in einem öffentlichen Krankenhaus gegen Gelbfieber impfen zu lassen. Das ist hier kostenlos!
Der letzte Sonntag war ein ganz besonderer Tag für La Paz, denn sämtlicher motorisierter Verkehr wurde eingestellt. Die ganze Stadt gehörte nun den Fußgängern und Radfahrern.

I took the chance, being in La Paz, to have a vaccination for yellow fever at a public hospital. It’s for free here. Last Sunday was a very special day for La Paz because every motorized traffic was stopped. The whole town was only accessible for pedestrians and cyclists.

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Auf der ansonsten meist befahrenen Straße der Stadt, gab es ein großes Fest. /  There was a big party on the usually most frequented road of the city.

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Die Luft war nun viel besser als sonst und diese Ruhe machte die Stadt soviel lebenswerter. Wenn das nur immer so wäre!
Leider hatte ich, nachdem ich einen Hamburger essen war, einige Tage mit einer Lebensmittelvergiftung zu kämpfen. Nachdem ich wieder einigermaßen fit war, holte ich mein Fahrrad aus der Reparatur ab und begab mich auf meine Weiterfahrt.
Um dem schlimmsten Stadtverkehr und vorallem die enormen Steigungen zu umgehen, beschloss ich mit der Seilbahn zu fahren.

The air was much better then and the city was much more worthwhile and liveable.                                                  If only it could always be like that!                                                                                                                    Unfortunately, I had to deal with food poisoning for a few days after having eaten a hamburger. After that and when I felt fit again, I got my bike from the repair shop and started to move on.                                                                  I decided to take the cable railway in order to avoid the worst of the traffic in town and above all to circumvent the enormous inclines.

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So einfach war dies aber mit dem vollbepackten Fahrrad nicht. Zuerst musste ich das schwere Fahrrad an der Seilbahnstation die Treppe hochtragen, was extrem anstrengend war. Sowohl beim Einsteigen wie beim Verlassen der Kabine, verkeilte sich mein Fahrrad unglücklich zwischen der Plattform und der sich fortlaufend weiterbewegenden Kabine.
Zum Glück half mir in dieser misslichen Lage das Seilbahnpersonal und die Seilbahn musste nicht angehalten werden. Da ich jedoch umsteigen musste, wiederholte sich das ganze auch noch zweimal.

t turned out to be anything but easy with my heavily loaded bike. First of all I had to carry it up the stairs to the cableway station, which was extremely exhausting. Yet, when entering and leaving the cabin, my bike got wedged between the platform and the cabin which kept moving constantly. Fortunately, the staff helped me to manage this predicament and the cablecar didn’t have to be stopped. The same thing happened further on twice again when I had to change cablecars.

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Nachdem ich das hochgelegene El Alto erreicht hatte, ging es dann weiter  Richtung Titicacasee. / Having reached the high-altitude of El Alto, I headed for Lake Titicaca.                                          Auf einer der Abfahrten spürte ich, wie mein Fahrrad ungewöhnlich vibrierte.
Dann sah ich das Problem: Der vordere Schnellspanner war zu lose, das Rad hatte Spiel. Die Folge davon: Auch die sonst feststehenden Kontakte des Nabendynamos hatten sich mitgedreht und die Kabel beschädigt.

On one of my downhill rides my bike started to vibrate in an abnormal way. Then I saw what the problem was: the front quick-release was loose and there was bearing play on the axle. Therefore, the contact pins, normally fixed, at the hub dynamo were also rotating and had damaged the cable.

Das Schlimmste aber war, dass ich den Schnellspanner nicht einfach nachspannen konnte. Der Fahrradhändler in La Paz hatte diese Schraube überdreht, das Profil von Schraube und Mutter war beschädigt und ließ sich nicht mehr festspannen. So konnte ich nicht weiter fahren.
Was also tun? Nach über 1 Stunde experimentieren am Straßenrand, schaffte ich es schließlich. Ich tauschte die hintere Mutter nach vorne um. Da jetzt das beschädigte Profil auf dem intakten Profil lag, hielten die Schrauben vorne – sowie hinten, wieder. Zusätzlich feilte  auch noch die Mutter seitlich ab (damit sie vorne an den Gepäckträger passt), so konnte ich schließlich weiterfahren.

The worst thing was that I couldn’t just retighten the quick-release. The cycle dealer at La Paz had overtightened the thread, the thread’s profile as well as the one of the nut had been damaged and I wasn’t able to tightend them any more. No way could I go on like that. What was I going to do? After experimenting alongside the road for more than one hour, I’d finally made it. I changed the rear nut to the front. Then, the damaged profile was settled on the intact one, so the screws in front and at the rear were keeping tight. I also filed down the nut on one side so it would fit nicely to the front of the luggage carrier. At last I was able to go on with my journey.

Nachdem das Fahrrad nun endlich wieder fuhr, erreichte ich den riesigen Titicacasee. Er liegt auf 3812 m und ist ca. 15 mal so groß wie der Bodensee! / As I was moving on again, I finally got to the huge Lake Titicaca. It is situated at a height of 3,812 meters and its size is 15 times bigger than the surface of the Lake Constance.

2018-09-07, Filbo Bolivien, Reg. Tiquina,134638_IMG_2330

Blog 296 – Salar de Uyuni, unterwegs in der Salzwüste, Teil 2 / Salar de Uyuni, in the Salt Desert, No 2

Salar de Uyuni – 31.08.2018

Tags darauf ging es weiter über den riesigen Salzsee Salar de Uyuni. Nach etlichen einsamen Kilometern tauchte die Insel Incahuasi vor mir auf. Sie zeichnete sich als deutlicher Kontrast, zum blendend weißen Salz ab.

The next day I carried on crossing the huge salt lake Salar de Uyuni. Some lonely kilometers away, the island Incahuasi appeared in front of me. It stood out as a strong contrast to the dazzling whiteness of the salt.

2018-08-24, Filbo Bolivien, Salar Uyuni,130841_IMG_2235

Gefühlt endlos lange fuhr ich darauf zu. Dann erreichte ich, die mit zahlreichen Kakteen bewachsene Insel. Dank der zahlreichen Touristen gibt es hier im Nirgendwo sogar einen Laden und ein Restaurant, indem ich Mittagessen gehen konnte.

I had the feeling that I was forever riding toward it. Finally I got to the island, overgrown with cactuses. Thanks to the tourists there is a shop and a restaurant in the middle of nowhere, so I was able to grab some lunch.

Anschließend setzte ich meine Fahrt fort und errichtete abermals mein Zelt auf dieser riesigen Salzebene. / That done, I carried on and again put up my tent within this huge salt lake.

2018-08-24, Filbo Bolivien, Salar Uyuni,172619_IMG_2257

Gut, dass ich den Schraubschlüssel mitgenommen hatte. Die Salzoberflächlich ist wirklich steinhart und der Wind am Abend sehr stark. Man ist darauf angewiesen, dass das Zelt gut abgespannt ist. / Having taken that wrench with me proved to be very helpful. The surface of the salt was really hard and the wind was very strong in the evening. You are dependent on the tent being well secured.

Mittlerweile war meine Ausrüstung und das ganze Fahrrad voll von Salz. Es ist überall hingedrungen. In meine Schuhe, in die Kette von meinem Fahrrad, einfach überallhin. / Meanwhile all my stuff and my bike were covered in salt. It was everywhere. In my shoes, in the chain of my bike, simply everywhere.

2018-08-25, Filbo Bolivien, Salar Uyuni,122353_IMG_2272

Dabei habe ich wohl noch Glück gehabt, dass ich in der Trockenzeit unterwegs bin. In der Regenzeit ist die gesamte Oberfläche von einem Wasserfilm bedeckt und das extrem salzige Wasser verteilt sich dann bis in den letzten Winkel. Im Moment aber ist es trocken. Nur ganz am Rande des Salzsees steht derzeit das Wasser.

Apparently I was lucky to cross the place during the dry season. During the rainy season the entire surface is covered with a film of water which is extremely salty and spreads all over. It is dry now. Only right on the outside of the salt lake there is some water.

2018-08-25, Filbo Bolivien, Salar Uyuni,120049_IMG_22602018-08-25, Filbo Bolivien, Salar Uyuni,122117_IMG_2269

Am 3. Tag meiner Salzsee Überquerung ereichte ich einen Vulkan und somit das Ende des Salzsees. / On the third day of my crossing I reached a volcano which marks the end of the salt lake.

2018-08-25, Filbo Bolivien, Salar Uyuni,121905_IMG_2266

Nachdem ich eine Möglichkeit gefunden hatte trockenen Fußes den nassen Rand des Sees zu überqueren, ging es über eine unasphaltierte, aber landschaftlich umwerfend schöne Strecke rund um den Vulkan, Richtung Salinas de Garci.Hier zeltete ich. 

Having found one possibility to get over the wet rim of the salt lake with dry feet, I followed an unsealed but stunningly beautiful road around the volcano, heading toward Salinas de Garci. There I put up my tent.

Hinter Salina de Garci soll es extrem schwierig werden, denn es gibt keine Versorgungsmöglichkeiten mehr und keine asphaltierte Straße. So, hatte ich es zumindest im Internet gelesen. Deswegen deckte ich mich für 4 Tage mit Verpflegung ein.

Apparently going on from Salinas de Garcia is extremely difficult, no more supply possibilities and no tarred roads at all. So I had read on the internet. That’s why I stocked up on food etc. for four days.

Zu meiner Freude fand ich dann aber heraus, dass diese Information schon wohl etwas älter war, denn die Straße ist mittlerweile asphaltiert. / To my delight I found that the information must have been a bit outdated, as the road had been tarred in the meanwhile.

2018-08-26, Filbo Bolivien, Reg. Challapata,123310_IMG_2288

Schneller als gedacht erreichte ich schon nach 2 Tagen die Hauptstraße, die nach la Paz führt. Diese besagte Hauptstraße war zwar was langweilig zu befahren, aber dafür gab es keine Steigung und ich hatte Rückenwind, so das ich gut 100 km pro Tag vorran kam.

Faster than expected, I came to the main road leading to la Paz, only two days later. This road is rather boring, but it has no ascent and I enjoyed the tailwind, so I managed to make about 100 kilometers a day.

Bei einem Autowaschservice ließ ich das Salz, das noch immer vom Salar de Uyuni an meinem Fahrrad klebte, abspülen. Statt Geld bot ich den Schraubschlüssel, den ich gefunden hatte an. Somit bekam ich, für mich sogar gratis, das Fahrrad gereinigt. / At a car wash I had my bike cleaned from the salt which still stuck to it from Salar de Uyuni. I offered them the wrench which I had found in exchange for the cleaning. So I had the job done for free.

Auf dem weiteren Weg nach La Paz traf ich auf zwei Fahrradfahrer aus England, Steff und Ben. Sie sind seit einem Jahr in Südamerika unterwegs. Wir entschieden uns zusammen nach la Paz zu fahren. Dafür brauchten wir 3 Tage. Eine Nacht davon zelteten wir mit Erlaubnis der Polizei, im Keller der örtlichen Polizeistation.

On my way toward La Paz I met two cyclists from England, Steff and Ben. They have been traveling South America for a year now. We decided to go to La Paz together. It took us 3 days. One night the police allowed us to stay at the basement of their police station.

2018-08-29, Filbo Bolivien, Konani,204746_IMG_2297

Es war schön mal nicht alleine, sondern mit Geichgesinnten unterwegs zu sein./ I enjoyed being with like-minded people, not having to travel all on my own.

In La Paz jedoch, trennten sich wieder unsere Wege, da die beiden bei Couchsurfing unterkamen und ich mir ein Hostel suchte. /  In La Paz we parted as the two of them went to a couch surfing place and I went to look for a hostel.

 

Blog 295 – Salar de Uyuni, unterwegs in der Salzwüste, Teil 1 / Salar de Uyuni, across the Salt Desert, No 1

Salar de Uyuni – 24.08.2018

Endlich war ich nun von Argentinien nach Bolivien eingereist und machte mich auf die Suche nach einer Unterkunft. Plötzlich hörte ich jemand nach mir rufen. Es war einer der Fahrradfahrer aus Argentinien. Zuvor hatten wir uns kurz in Humahuaca getroffen. Zu zweit, bzw. teilweise zu dritt reisen sie seit ca. einem Jahr durch Südamerika und haben sogar einen rund 20 kg schweren Hund dabei.

I had finally made it from Argentine to Bolivia and I was looking for a place to stay. All of a sudden, I heard someone call me. One of the cyclists from Argentine. We had met shortly before at Humahuaca. Two or three of them have been traveling across South America for about a year now and they even have a dog with them that weighs about 20 kilos.

2018-08-18, Filbo Bolivien, Villazon,104836_IMG_2149

Sie empfahlen mir ein sehr günstiges Hotel es kostete nur rund 3,60 € für ein Einzelzimmer! Am nächsten Tag fuhren wir zusammen nach Tupiza. /  They recommended a very cheap hotel at 3.60 € per night for a single room. The next day we cycled to Tupiza together.


Dort blieb ich 2 Nächte und fuhr dann alleine weiter Richtung Uyuni. / 
I stayed there for two nights and then moved on by myself toward Uyuni.

2018-08-20, Filbo Bolivien, Reg. Tupiza,140318_IMG_2174

Doch weit kam ich an dem Tag nicht, die Straße war nicht asphaltiert und der Wind wehte mir heftig ins Gesicht. Nach nur ca. 35 km baute ich mein Zelt auf. / I didn’t really get very far that day as the road wasn’t tarred and the headwind was very strong. Having done only 35 km, I put up my tent.

2018-08-20, Filbo Bolivien, Reg. Mojoncasa,175040_IMG_2175

Am nächsten Tag ging es ca. 1000 m einen steilen Anstieg hoch. Der Wind hatte immer noch nicht nachgelassen. Als ich den zum Glück schon asphaltierten Anstieg endlich hinter mir hatte, endete plötzlich wieder der Asphalt.

The next day, I had to face a steep ascent of about 1,000 meters.The wind hadn’t eased yet. Fortunately, the ascent had been tarred but when I came to the top, the tarred road ended abruptly.

Ein Lkw stoppte neben mir und der Fahrer fragte mich ob ich mitfahren wolle./ A truck stopped next to me and the driver asked me if I wanted a lift.

2018-08-21, Filbo Bolivien, Reg. Atocha,131139_IMG_2179

Angesichts der Umstände sagte ich zu, und er nahm mich 150 km nach Uyuni mit./  In the given circumstances, I agreed, and he took me as far as Uyuni, 150 km away.

Unterwegs holten wir noch einen Anhänger ab und fuhren dann in die Stadt./ On the way, we picked up a trailer and went into town afterwards.

In Uyuni lud er mich zum Essen ein und ich durfte sogar mit im Lkw übernachten. So sparte ich mir das Geld für eine Übernachtung und machte außerdem eine neue Erfahrung. Am nächsten Morgen spendierte er mir auch noch ein Frühstück, bevor ich mich von diesem supernetten Menschen verabschiedete und zu einem Hostel fuhr.

He invited me for dinner at Uyuni and I was even allowed to spend the night with him in his truck. So I didn’t have to pay for the night and made a new experience. The next morning he even treated me to breakfast. Then I said goodbye to this super nice guy and carried on to a hostel.

Dort bereitete mich auf einen mehrtägige Etappe ohne Versorgungsmöglichkeiten vor. Ich will zu dem größten Salzsee/ Salzwüste der Welt, Salar de Uyuni fahren. / There I prepared my trip to the biggest salt lakes or salt desert in the world, called Salar de Uyuni, where I would find no supply possibilities at all.

2018-08-23, Filbo Bolivien, Salar Uyuni,150232_IMG_2216

Vollgepackt fuhr ich am nächsten Morgen los. Unterwegs fand ich am Straßenrand einen schweren Schraubschlüssel, den ich aufhob um mit ihm die Heringe meines Zeltes in den Salzboden hämmern zu können. Auf dem Salzsee selber gibt es keine Steine, die man dafür benutzen könnte und ich hatte gehört, dass das Salz sehr hart ist.

My bike crammed, I started the next morning. On my way I found a heavy spanner next to the road. I picked it up and took it with me in order to hammer my tent pegs into the ground. I had heard that the salt is very hard and there are no stones at all on the salt lake which I could use.

Bald darauf ereichte ich die riesige weiße Fläche. Salz soweit das Auge reicht! Ich war total beeindruckt und fuhr in die endlos erscheinende Weite. Dabei versuchte ich mich an weit enfernten Punkten wie etwa einem Berg zu orientieren. Das war aber nicht immer möglich, da mancher möglicher Orientierungspunkt einfach zu weit weg war.

Soon I reached the huge white surface. Salt as far as the eye can see! I was totally impressed and carried on into what looked like an endless expanse. I kept trying to orient myself on far away points like a mountain or such. It wasn’t always possible as some of the reference points were way too far removed.

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So orientierte ich mich stattdessen an den Spuren der zahlreichen Jeeps, die Touristengruppen über den Salzsee bringen. /  So I rather kept an eye on the numerous tracks of Jeeps which take tourists across the salt lake.

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Nach einigen Kilometern erreichte ich ein Hostel, das komplett auf Salz und aus Salz gebaut war. Hier machten die Jeeptouren ihre Mittagspause und netterweise wurde mir angeboten kostenlos mitzuessen. / Some kilometers later I came to a hostel which had been built completely out of salt, standing on salt. Jeep tours take their lunch there and they were so kind to allow me to lunch with them for free.

Nach dieser stärkenden Mahlzeit fuhr ich weiter, in Richtung einer Insel. / After this delicious meal I carried on traveling, heading toward an island.

Nach einigen Kilometern über knirschendes Salz beschloss ich allerdings zu zelten und baute mein Zelt mitten im Nirgendwo auf. Der Sonnenuntergang war super schön und vor allem war ich komplett für mich alleine. / Having done some kilometers over crunching salt, I decided to put up my tent and so I did, in the middle of nowhere. The sunset was absolutely stunning and I was completely alone.

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Soweit das Auge reicht keine Zivilisation noch nicht mal ein Anzeichen von irgendeinem Leben. Kein Vogel war zu hören, nichts. Die Nacht war recht kalt, aber Dank meines Schlafsacks fror ich nicht./ As far as the eye could see, no sign of any civilization, not even of any living thing. No bird, nothing. The night was rather cold but I didn’t freeze thanks to my sleeping bag.

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Blog 294 – Auf zur bolivianischen Grenze! / On My Way To The Bolivian Border

La Quiaca – 17.08.2018

Auf dem Weg von Humahuaca weiter zur argentinischen Grenzstadt La Quiaca brauchte ich 3 Tage. / It took me three days to get to the Argentinean border town La Quiaca, starting from Humahuaca.

Zwischendrin legte ich einen Zwischenstopp ein und wanderte zu den Höhlen Inca Cueva.          / In between, I stopped for visiting the Inca Cueva caves.

2018-08-15, Filbo Argentinien, Inca Cueva,IMG_2087

Hier versteckte ich mein Fahrrad, so dass es von der Straße nicht mehr sichtbar war.
Dann packte ich meinen Rucksack und wanderte ca. 3 km durch ein außgetrocknetes
Flußbett. /
There, I hid my bike in such a way that nobody was able to spot it from the road. Then I packed my rucksack and wandered through a dry riverbed for about three kilometers.

2018-08-15, Filbo Argentinien, Inca Cueva,_IMG_2098

Schließlich erreichte ich einen Felsvorsprung an dessen Wänden sich
uralte Höhlenmalereien befinden, die bis zu 10.000 Jahre vor Christus zurückreichen. Ein
Einsiedler verdient sich hier seinen Lebensunterhalt, indem er Wanderern die Malereien
erklärt. /
At last I reached a rock ledge where I saw cave paintings which went back to about 10,000 years BC. There is an eremite there who makes a living by explaining the paintings to wanderers.

Nach dieser Führung sah ich mich noch eine Weile um und wanderte anschließend wieder zurück. Zum Glück war mein Fahrrad noch dort, wo ich es abgestellt hatte. /The guided tour completed, I stayed for some time looking around, before wandering back. Fortunately, my bike was still in the same place where I had left it.

Wenig später zelte ich an einer malerischen Stelle mit bestem Blick auf ein Flußbett. / A little later I put up my tent at a picturesque site with the best view on a riverbed.

2018-08-15, Filbo Argentinien, Reg. Azul Pampa,_IMG_2122

In La Quiaca hielt ich mich auf der argentinischen Seite nicht länger auf. Nachdem ich
meine letzten argentinischen Pesos ausgegeben hatte, begab ich mich zur Grenze nach
Bolivien. / 
I didn’t stay long on the Argentinean side of La Quiaca. After having spent my last Argentinean pesos, I headed for the Bolivian border.

2018-08-17, Filbo Argentinien, La Ouiza,_IMG_2142

An dieser Grenze gab es einen extra Händler Übergang. Hier wurde, merkwürdigerweise auf der argentinischen Seite, die Ladung von Lkws auf Handkarren verladen und dann über die Grenze geschoben. Ein unglaubliches Chaos. Fasziniert beobachte ich das Treiben.

There was a special traders‘ crossing at this border. Strangely enough, the goods were loaded from the lorries onto pushcarts on the Argentinean side, then pushed over the border by hand. It was an amazing chaos. I watched it, utterly intrigued.

2018-08-17, Filbo Argentinien, La Ouiza,_IMG_2143

Es erinnerte mich stark an den ähnlich frequentierten Grenzübergang von Indien zu Myanmar   (Blog 173 – Einreisestress nach Myanmar / Stress upon Entry to Myanmar)

I was reminded of the similarly frequented border between India and Myanmar. (see Blog 173 – Einreisestress nach Myanmar / Stress Upon Entry to Myanmar)

Dann begab ich mich selber zum Grenzübergang. Ein netter argentinischer Grenzbeamter gab mir den Ausreisestempel, sowie einen Zettel und sagte dabei etwas davon, dass nur ein Stempel benötigt wird. Merkwürdigerweise bekam ich auf bolivianischer Seite aber keinen Einreisestempel, auch auf Nachfrage nicht.
Gleich nach meiner ungewöhnlichen Einreise besorgte ich mir eine SIM-Karte für mein Handy. Hier fragte ich nochmal nach ob es richtig sein kann, dass man in Bolivien keinen Einreisestempel bekommt. Die Verkäufer meinten, dass das nicht normal sei. Ich sollte nochmal zurück zur Grenze fahren. So fuhr ich
zurück und fragte explizit abermals nach.

Then I went to the border crossing point myself. A very nice Argentinean border official handed me my exit stamp and a piece of paper and told me, I would only need one single stamp. Oddly enough, I didn’t get an entry stamp on the Bolivian side, not even on request.

After my uncommon entry, I got myself a SIM card for my cell phone. I asked the traders if they thought that you normally don’t get an entry stamp and they told me they doubted that very much. They told me I’d better go back to the border and ask again. I did so and explicitly asked again.

Aber es stimmt, an diesem Grenzübergang bei La Quizaca bekommt man wirklich keinen Einreisestempel. / Okay, you definitely don’t get an entry stamp at this border checkpoint at La Quiaca.

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Blog 293 – Zurück in die Zivilisation / Back To Civilization

Humahuaca – 13.08.2018

Am nächsten Tag erreichte ich auf meiner Fahrt von Chile über den Jama Pass nach Argentinien, ohne weitere Probleme das kleine Dorf Jama (4300 m), bei dem sich auch der Grenzübergang befindet. Die argentinische Grenze überquerte ich ohne Probleme.

On my way from Chile across the Jama pass in the direction of Argentina, I reached the small village of Jama (4,300 meters) the next day. No problems there. Getting across the Argentina border was no problem either.

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Das Dorf Jama an sich, ist allerdings sehr bescheiden, es gibt keinen Geldautomaten oder Wechselstube und außerdem nur ein Hotel, das erstens eigentlich eine Baustelle ist, und zweitens auch noch viel zu teuer./ The village of Jama is very small and kind of humble, there is no cash machine, no exchange office and only one single hotel, proving to be firstly a construction site and secondly way too expensive for me.

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Deswegen fuhr ich zunächst weiter. Aber schon recht bald merkte ich, dass es zu windig war und es in der kahlen Gegend keinen Windschutz gibt. Um mich nicht in Gefahr zu begeben, drehte ich um und akzeptierte zähneknirschend einen Wucherpreis für ein fensterloses Zimmer. Draußen vor der Tür befand sich die nicht abschließbare Toilette, die zudem Nachts zufror.

That’s why I went on riding. Unfortunately, I soon discovered that it was much too windy and as there was no windbreaker whatsoever in this bare territory, I decided to make a U-turn, because I didn’t want to put myself in danger. So I had to reluctantly accept an exorbitant price for a room with no window. The toilet was outside, not lockable, and it froze up in the night.

Ein Vorteil hatte die bescheidene und überteuerte Unterkunft dennoch. Es gab einen, zwar unglaublich lauten Heizlüfter, der die Raumtemperatur erträglich machte. Draußen herrschten in dieser Nacht zweistellige Minusgrade./ The only good thing was a very noisy fan heater in the unpretentious and overpriced room, so the temperature was tolerable at least. Outside there were sub-zero degrees at double-digit level during the night.

So bald es am nächsten Morgen etwas wärmer wurde, machte ich mich wieder auf den Weg.    / As soon as the temperature had risen the next morning, I set off.

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Die nächste Nacht in Argentinien, verbrachte ich nahe einem verlassenen Dorf, dass nur noch aus Ruinen bestand./ The following night in Argentina, I spent at a village that had been abandoned and just consisted of ruins.

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Nach zwei weiteren Tagen ereichte ich Salida Grande, eine Salzseen bzw. Salzwüste. So etwas habe ich noch nie gesehen und machte dementsprechend viele Bilder. / Another two days later, I came to Salida Grande, a wasteland of salt lakes. Never before had I seen anything like that, so I took a lot of photographs.

Nach einem weiteren anstrengenden Tag, in dem es erst berghoch und dann unglaublich steil bergrunter, kam ich in Purmamarca an. / After another strenuous day, the road going up and down extremely steeply, I arrived at Purmamarca.

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Dies ist der erste größere Ort seit San Pedro, der einem auch zum Verweilen einlädt. Die letzten Tage war ich durch atemraubende schöne Landschaft gefahren. Aber es war aber auch extrem anstrengend gewesen.

This is the first larger place after leaving San Pedro, which invited you to linger for some time. The previous days I had been traveling through a breathtakingly beautiful area, but it had been extremely strenuous as well.

Jetzt wollte ich nur noch etwas entspannen. Deswegen blieb ich hier zunächst 2 Nächte und besichtigte die bunten Berge rund um den Ort. /  Now I merely wanted to relax. So I stayed for two nights and viewed the colorful mountains surrounding the village.

Dann fuhr ich langsam weiter Richtung Bolivien. Auf dem Weg dorthin machte ich allerdings viele mehrtägige Stopps./ Having done that, I moved on toward Bolivia. Of course I had to stop and stay over for a few days several times on my way there.

In Tilcara wanderte ich zu einem Wasserfall. Auf dem Weg dorthin sah ich unzählige große Kakteen, die typisch für die Gegend hier sind. /  At Tilcara I wandered to a waterfall. On my way I saw several big cactuses, characteristic of this area.

In Humahuaca blieb ich auch für einige Tage und fuhr ohne Gepäck zum Mirador Hornocal 14 Colors, einem unglaublich bunten Berg. /  I stayed for a few days at Humahuaca and rode to Mirador Hornocal 14 Colors, which is an unbelievably colorful mountain, leaving my luggage behind.

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Der Weg dorthin war sehr anstrengend. Es ging 1300 Höhenmeter den Berg hoch. Die Straße war nicht asphaltiert und somit war es sehr staubig und auch bergrunter musste ich stets langsam fahren . / Getting there was very demanding, indeed. I had to climb the mountain up to 1,300 meters. the road hadn’t been tarred, so it was terribly dusty and I had to go very, very slowly as I made my way back downhill.

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