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Über filboscycletravel

Ich bin momentan auf einer Solo-Fahrradtour rund um die Welt. Im April 2016 bin ich in Deutschland mit dem Ziel Australien gestartet. Nach 24.000 km, sowie unzählbaren als auch unglaublichen Abenteuern, bin ich in Australien angekommen. Doch meine Reise ist hier nicht zu Ende. Ich habe mir vorgenommen mit meinem Fahrrad weiter nach Neuseeland und von Süd- nach Nordamerika zu fahren. Folgt mir in Deutsch und Englisch. Die welt ist großartig und voll von Abenteuern! Ich hoffe euch gefällt mein Blog ;-) Filbo I`m on a solo arround the world bicycle tour. I started April 2016 in Germany with the destination Australia. After 24,000 km and countless of amazing experince I reached Australia. Now I desided to extend my jorney and to continue my bicycle adventure to New Zealand and south and north America. Follow my journey in German and English. The world is great and full of adventure! I hope you like my Blog! :) Filbo

Blog 176 – Die Schlammschlacht / A Mudbath

13.03.2017 – Myanmar

Nach der extrem holprigen Baustellenpassage hörte der Straßenbelag zu Pablos und meinem Entsetzen ganz auf. Dazu war die Strecke alles andere als eben, dauernd ging es bergauf und bergab. So schafften wir nicht gerade viele Kilometer, aber es sollte noch schlimmer kommen.

After having passed the extremely bumpy construction site, we were horrified to find out that the road topping had come to an end altogether. Furthermore, the route was everything but even, we had to go up and down the montains all the time. Therefore we didn’t really make a lot of kilometers, but things were to get even worse.

Abends beschlossen wir zu zelten. Da es hier oft sehr heiß ist und nur sehr selten regnet, habe ich mir mittlerweile angewöhnt nur noch mein Innenzelt, als Moskitoschutz, aufzubauen. Am heutigen Abend sah es aber nach Regen aus. Deshalb beschloss ich auch mein Außenzelt zu benutzen.

In the evening we decided to pitch up our tents. It is often very hot here and it seldom rains, so I had got used to only using my inner tent as a mosquito safety device. That evening it looked like rain though. I wanted to set up my outside tent, but to my horror, it was missing. Apparently I had forgotten it in Shillong where I had spent the night in a new building. Fortunately Pablo’s tent was big enough for the two of us. Of course it did rain heavily that night.

Doch zu meinem Entsetzen stellte ich fest, dass mein Außenzelt fehlte. Ich hatte es anscheinend in Shillong (Indien), in einem Neubau indem ich gezeltet hatte, vergessen. Zum Glück war Pablos Zelt groß genug für uns beide. Über Nacht begann es dann prompt stark zu regnen.

2017-03-12, Filbo Myanmar,Reg. Kyabin,DSCN4254

 

Am Morgen hatte der Regen etwas nachgelassen aber dafür stellten wir fest, dass sich der nicht asphaltierte Weg von einer Staubpiste, in einen absoluten Schlammweg verwandelt hatte. Der Schlamm setzte sich an den Rädern derartig fest, dass sie ständig blockierten.

In the morning the rain had gradually stopped but then we discovered that the unpaved road had turned from a dust road into an absolute mud path. The mud got into our wheels and blocked our movements.Every few hundred meters I was forced to remove it by hand. The mudguards were in the way so I dismounted them but this didn’t solve the problem at all.

Alle paar hundert Meter musste ich ihn mit der Hand entfernen. Natürlich störten in dieser Situation die Schutzbleche, deshalb montierte ich sie ab. Aber dennoch blieb das Problem.

2017-03-12, Filbo Myanmar,Reg. Kyabin,DSCN4253

An Steigungen konnte ich noch nicht mal mein Fahrrad richtig hochschieben, da ich keinen Halt mit den Füßen fand und andauernd mit meinen Sandalen im Schlamm stecken blieb.

I wasn’t even able to push my bike up the slopes as I didn’t find a hold with my feet and I kept getting stuck in the mud with my sandals.

2017-03-12, Filbo Myanmar,Reg. Kyabin,DSCN4264

Blog 177 – Eine entbehrungsreiche Zeit / A Time of Privations

13.03.2017 – Myanmar

Nach einem knochenharten Tag im Schlamm hatten wir nur 30 Kilometer geschafft und waren komplett erledigt. Dazu kam, dass wir in dieser abgeschiedenen Region von Myanmar kaum Nachschub an Essen und Trinkwasser fanden. Am Abend zelteten wir wild und kochten etwas mit den wenigen Lebensmitteln die wir ausfindig machen. Auch Wasser für die Dusche hatten wir nicht genug und so mussten einige Tropfen und der Waschlappen reichen.

The day in the mud had been hard work and we were completely exhausted. We had only managed to make a distance of 30 km. What’s more, we didn’t find any supplies of food or water in this remote area. So we camped wild that night and cooked a meal consisting of the little food we could find. We never had any water left for a shower so we had to make do with a few drops on our washrags.

Von unserem Zeltplatz aus, konnten wir zahlreiche Lkws beobachten, die den steilen und schlammigen Berghang nicht bewältigen konnten. Mit viel Anlauf versuchten sie den Berg zu erklimmen. Schon bald konnte ich der Motorgeräusche vorhersagen, ob der genommene Anlauf ausreichen würde oder nicht.

From our camp we were able to watch several lorries trying to cope with the muddy and steep slope and not making it. Bravely taking a run-up they tried to climb the mountain. Very soon I was able to predict who was going to make it or not, just by listening to the engine noise.

2017-03-12, Filbo Myanmar,Reg. Kyabin,DSCN4263

Einer der Lkws schaffte es auch nach dem x-ten Versuch nicht. Wahrscheinlich hatte er recht abgefahrene Reifen oder / und war ziemlich überladen. Der Lkw-Fahrer war gezwungen hier zu übernachten und wir gaben ihm zum Trost etwas von unseren frisch gekochten Kaffee ab.

One of the lorries didn’t make it even after many attempts. Either its tires were worn or it had been overloaded. The driver was forced to spend the night right there. We gave him some of our freshly brewed coffee to comfort him.

2017-03-12, Filbo Myanmar,Reg. Tongyi,DSCN4278

In den nächsten Tagen trocknete der Matsch von Tag zu Tag etwas ab, dafür wurde es aber noch bergiger.

During the days to come the mud slowly dried but the road became much more mountainous still.

An einem Morgen reichten unsere Vorräte nicht mehr für ein Frühstück. Auch Trinkwasser hatten wir kaum noch. So fuhren wir hungrig los. Erst im Laufe des Vormittags erreichten wir eine kleine Siedlung, in der ein paar Mönche Geld für einen neue Tempelanlage sammelten. Sie boten uns Essen an. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und aßen bis der schlimmste Hunger gestillt war. Als Dank gaben wir ihnen natürlich eine Spende für ihren neuen Tempel.

One morning we didn’t even have enough to eat for breakfast. We also had hardly any water left. So we started hungrily. Sometime that morning we reached a small settlement where some monks were collecting money for a new temple. They offered us some food to eat. We didn’t need to be told twice and kept eating until we had satisfied our worst hunger. Of course we gratefully donated for their new temple.

2017-03-13, Filbo Myanmar,Reg. Tongyi,DSCN4286

Blog 175 – Straßenbau in Handarbeit / Manual Road Construction

12.03.2017 – Myanmar

Am nächsten Tag fuhren wir bei leichtem Nieselregen los. Zunächst kamen wir auf der nur leicht hügeligen und gut geteerten, Indien-Myanmar Friendship Road, schnell voran.

When we left the next day, it was drizzling. At first we processed quickly on the well tarred and only slightly hilly road, named Indian-Myanmar Friendship Road.

2017-03-11, Myanmar Reg. Kalay,Pablo, IIMG_4303

An einem kleinen Restaurant hielten wir an, um einen Tee zu trinken. Dabei trafen wir auf einen alten, aber erstaunlich fitten Mann, der Englisch sprach. Ihn fragten wir nach der Beschaffenheit der alternativen Route, die Pablo auf der Karte gefunden hatte. Sie führte direkt an einem Fluss entlang und so hofften wir das sie eben im Tal verlaufen würde. Wir bekamen die Info, dass diese Straße neu wäre. Also fuhren wir frohen Mutes los, aber bereits nach kurzer Zeit endete der Asphalt.

We stopped at a little restaurant in order to have some tea. There we met an old man who was quite fit still and who spoke English. We questioned him about an alternative route which Pablo had spotted on the map. It went alongside a river, so we hoped it would be even and lead us through a valley. He informed us that this road was a new one. So we left in high spirits but very soon the tar ended.

We approached a construction site of a kind which I was going to meet more often in Myanmar.

Wir kamen an eine Baustelle, die mir in dieser Art, in Myanmar noch öfters begegnen sollte.

2017-03-11, Filbo Myanmar,Reg. Chaungwa,DSCN4230

In mühseliger Handarbeit wird hier die Straße befestigt.

Laborious manual work has to be done in order to build such a road. First, the larger stones are put in place one by one, then they are covered with gravel. Last the gravel is covered by hot tar which is heated on a log fire and applied with the aid of a watering can.The stones that are needed for the roads are broken by hand, using a hammer in order to produce the required sizes.

Zunächst werden gröbere Steine per Hand einzeln aneinandergereiht und dann mit feinerem Splitt bedeckt. Nun werden die feinen Steine mit heißem Teer verklebt. Dazu wird Teer über einem Holzfeuer erhitzt und per Gießkanne aufgetragen. Die benötigten Steine für den Straßenbau werden übrigens von Steineklopfern, per Hammer auf die benötigte Größe geschlagen.

During construction traffic has to go over these coarse stones, put in place one by one and by hand. It is quite a bumpy ride for any road user. I’d never have dreamed of calling this bumpy torture a luxury road surface very soon after.

Der ganze mühselige und langwierige Straßenbau ist ein Knochenjob, der in Deutschland undenkbar wäre. Mich erstaunte, dass die in sengender Hitze arbeitenden Arbeitskolonnen, überwiegend aus Frauen bestanden.

2017-03-11, Filbo Myanmar,Reg. Chaungwa,DSCN4235

Während der Bauphase wird der Verkehr oft über die groben, per Hand einzeln aufgeschichteten, Steine geführt. Das ist dann für alle Verkehrsteilnehmer eine ziemlich holprige Angelegenheit. Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass ich diese holprige Tortur, schon bald als besseren ‚Luxusstraßenbelag‘ bezeichnen würde.

Blog 174 – Myanmar mit Tücken / Myanmar Pitfalls

11.03.2017- Myanmar

Gerade in Myanmar angekommen, sagte uns einer der Grenzbeamten, dass es in den nächsten 146 Kilometer nicht erlaubt ist zu zelten und es auch keine andere Übernachtungsmöglichkeit gibt. Deswegen beschlossen wir die Strecke bis Kalay mit einem Minibus zurückzulegen. Ein netter Mitarbeiter des Registrierungsbüros führte uns zur Bushaltestelle.

Just having arrived in Myanmar we were told by a border official that there would be no permit for any camping nor any other possibility to spend the night in the next 146 km. That is why we decided to cover the distance by minibus.We were taken to the bus stop by a very nice official of the Registration Office.

2017-03-10, Filbo Myanmar Tamu,,DSCN4216

Vor der Abfahrt kaufte ich noch eine SIM Karte und besorgte mir an einem Geldautomaten die Landeswährung. Für 190,- € erhielt ich 300.000 Kyat. Das Geldbündel war so dick, dass es nicht mehr in mein Portemonnaie passte.

Before we took off, I bought myself a SIM card and at an ATM I got some 300,000 Kyats of local currency for about 190 €uros. I received such a thick pack of money that it actually didn’t fit into my purse.

2017-03-10, Filbo Myanmar,DSCN4228

Mit dem Bus kamen wir bei einsetzender Dunkelheit in Kalay an. Da wir gehört hatten, dass die Hotels in Myanmar sehr teuer seien, versuchten wir in einem buddhistischen Tempel unter zu kommen. Doch die Mönche bedauerten, dass es ihnen ‚entgegen ihrer Tradition‘ nicht möglich sei uns aufzunehmen. Das Militär erlaube dies nicht.

When the darkness set in we arrived at Kalay. As we had been told that the hotels in Myanmar are most expensive, we tried to find accommodation at a Buddist temple. But the monks regretted to inform us that they weren’t able to accommodate us – in contrast to their tradition. They weren’t allowed to do so by the military.

2017-03-11, Filbo Myanmar,Reg. Kyabin,DSCN4247

So blieb uns nichts anderes übrig als doch in einem Hotel zu übernachten. Das Hotel war mit 45 US Dollar pro Nacht für uns, echt nicht besonders günstig. Doch es gelang uns den Preis auf 25 US Dollar runter zu handeln. Es war sehr nett von dem Hotelbesitzer, sich darauf einzulassen.

So we had to stay at a hotel after all. At $45 a night, it was not really cheap. But in the end we managed to beat them down to $25. The owner of the hotel was kind enough to go along with our offer.

 

Blog 173 – Einreisestress nach Myanmar / Stress upon Entry to Myanmar

10.03.2017 – Myanmar

Vor der Grenze zu Myanmar hatte ich einige Bedenken. Zwar hatte ich alle Genehmigungen, aber dennoch, eine gewisse Unsicherheit blieb.

I was a little unsure when approaching the Myanmar border. I possessed all the necessary permits but still I felt a little uncertain.

2017-03-09,Filbo Indien,Moreh,DSCN4213

An meinem Einreisetag fuhr ich zum Grenzübergang, doch dort wurde ich wieder nach Moreh zurückgeschickt, um den Ausreisestempel zu bekommen. Ich fragte mich in der Stadt durch und bekam ihn schließlich in einer Polizeistation.

On my entry day I went to the checkpoint, but they sent me back to Moreh in order to obtain my exit stamps. I asked my way through town and finally I got them at a police station.

Hier traf ich Pablo, einen Belgier, der ebenfalls mit dem Fahrrad unterwegs ist. Er hatte sich in Nepal ein 100 Dollar Fahrrad gekauft und möchte auch bis Australien reisen. Wir beschlossen die nächste Zeit zusammen weiter zu fahren.

There, I met Pablo, a Belgian, who was also traveling by bike. He had bought himself a bike for $100 in Nepal and he intends to go to Australia as well. We decided to travel together for the time being.

Doch zuerst mussten wir in ein anderes Gebäude, indem wir angeben mussten wie viel Bargeld wir mitführten. Dann ging es zur eigentlichen Grenze, an der wir erneut registriert wurden. Anschließend fuhren wir ins Niemandsland zwischen dem indischen Grenzposten und Myanmar. Nachdem uns auf unserer Fahrseite zahlreiche Autos entgegen kamen wurde uns klar, dass in Myanmar Rechtsverkehr herrscht.

But first we had to go to yet another building where we had to declare how much cash we had with us. Having done that we got to the actual border where we were registered once more.We rode then into no man’s land between the Indian border posts and Myanmar. After having met with several vehicles on our side of the road, we realised that there was right-hand traffic in Myanmar.

Again we were registered at the border post of Myanmar and then we had to move on to the Immigration Center. It took them about 20 minutes again to check our wickedly expensive border crossing permits of $170 each. After that we were officially allowed to enter the country. We’d finally made it!

Am Grenzposten von Myanmar wurden wir wieder einmal registriert und dann ins Integrationszentrum geschickt. Dort dauerte es noch einmal ca. 20 Minuten bis unsere sündhaft teuren Grenzübertrittgenehmigungen (je 170,- US Dollar) endgültig durchgecheckt waren. Dann waren wir offiziell eingereist. Wir hatten es geschafft!

2017-03-10, Filbo Myanmar Reg.Kalay,DSCN4224

Blog 172 – Schwunghafter Handel an der Grenze zu Myanmar / Florishing Trade at the Border to Myanmar

09.03.2017 – Indien

Am Abend erreichte ich die Grenzstadt Moreh und blieb dort zwei Nächte. Bis zu meinem Ausreisetag hatte noch einen ganzen Tag Zeit.

That evening I reached the border town Moreh and I stayed there for two nights. I had a full day left before I had to leave the country. Moreh subsists on its flourishing trade. There are some very interesting shops there.

Moreh lebt von einem schwunghaften Handel. Es gibt einige interessante Geschäfte.

Das Herz der Stadt bildet ein belebter Grenzübergang. Dort herrscht ein dichtes Gewusel. Dieser Übergang ist anscheinend nicht für Fahrzeuge gedacht. So werden Waren aller Art von Hand ausgeladen und von den Leuten, oftmals auf dem Kopf, über die Grenze von und nach Myanmar getragen.

The heart of the town is a bustling border checkpoint. There is a vibrant coming and going. This checkpoint isn’t meant for vehicles by the looks of it. All types of goods are unloaded by hand and transported by the people who cross the border to and from Myanmar, some of them even carrying the stuff on their heads.

2017-03-09,Filbo Indien,Moreh,DSCN4210

Blog 170 – ‚Rock am Ring‘ – in Indien! / „Rock am Ring“ – Open Air Festival in India!

08.03.2017 – Indien

Nachdem ich mich von meiner Horrorbusfahrt erholt hatte, begab ich mich in Richtung Moreh, der indischen Grenzstadt zu Myanmar. Doch unterwegs hielt ich zunächst am Rande von Imphal noch einmal an, um mir in einem kleinen Shop ein neues T-Shirt zu kaufen.

After having recovered from my horrible bus ride, I traveled in the direction of Moreh, the Indian border town to Myanmar. On my way there I stopped on the outskirts of Imphal in order to buy myself a new T-shirt.

After having tried on several of them, I suddenly found a T-shirt which had printed „Rock am Ring“ on the front . Crazy!

Nach einigem Anprobieren entdeckte ich plötzlich ein T-Shirt mit einem mir sehr bekannten Aufdruck: ‚Rock am Ring‘. Wahnsinn!

2017-03-07,Filbo Indien,Reg. Imphal,DSCN4167

Selbst in der tiefsten Provinz von Indien, weiß man von dem – in meiner Heimat stattfindenden – großen Rockfestival am Nürburgring. Ich war zwar noch nie bei Rock am Ring, aber dass dieses Musikfestival so bekannt ist, macht mich stolz.

Even in this provincial backwater of India they know about the great rock festival which takes place at the Nürburgring in my home region. I’ve never been there yet, but I was so proud to learn how famous this music festival is.

2017-03-25, Myanmar,DSCN4510

Das T-Shirt musste ich mir natürlich kaufen. Im Gegensatz zu den Original T-Shirts vom Festivalgelände kostete mich meines jedoch nur 3,- €.

Of course, I had to buy this T-shirt. Unlike the prices of the original T-shirts at the festival site, mine was only three Euros.

Blog 171 – Viel Militär in Manipur / Lots of Military in Manipur

08.03.2017 – Indien

Im Bezirk Manipur, indem ich gerade bin, kommt es öfters zu Konflikten zwischen Rebellen und dem indischen Staat. Ausgerechnet jetzt steht auch noch die Wahl in Manipur an. Deshalb wimmelt es hier nur so von Soldaten, die die Wahl sichern sollen. Geschätzt jedes dritte Auto auf der Straße, ist vom Militär.

In the area of Manipur where I’m staying just now, conflicts between rebels and the Indian State take place frequently. Now, of all things, there is going to be an election in Manipur. This is why the place is swarming with soldiers who are supposed to safeguard the election. Roughly every third car in the streets is a military vehicle.

I had to sleep over once more in the mountains to reach the border town of Moreh. There weren’t any hotels there, but I felt secure and therefore I decided to camp wild. The camping site was beautifully situated on a mountain and so I really enjoyed the beautiful view and the sunset.

Um die Grenzstadt Moreh zu erreichen, musste ich in den Bergen einmal zwischen übernachten. Es gibt hier keine Hotels, aber ich fühlte mich sicher und deswegen entschloss ich mich wild zu zelten. Der Zeltplatz war sehr schön auf einem Berg gelegen und so genoss ich die schöne Aussicht und den Sonnenuntergang.

Da ich auf meiner Strecke in den Bergen kaum Militär sah, ging ich davon aus, dass diese eher die Wahllokale in den Orten sichern und nicht im Gebirge sind.

I hadn’t seen a lot of military on my way up the mountain, so I expected them to be in the villages or towns and secure the polling stations – I never expected them to be in the mountains.

The next morning, though, when I walked my bike back to the road, I was shocked to find out that a group of soldiers with rifles were sitting in ambush not far from my overnight place. After we all had recovered from the shock of this unexpected meeting, they greeted me friendly, shook hands with me and let me move on.

Doch am nächsten Morgen, als ich gerade wieder mein Fahrrad Richtung Straße schob, stellte ich erschrocken fest, dass eine Gruppe von Soldaten unweit meiner Übernachtungsstelle mit Gewehren auf der Lauer lag. Nachdem die Soldaten und ich mich, von dem Schock unserer unverhofften Begegnung erholt hatten, grüßten sie mich freundlich, schüttelten mir die Hand und ließen mich weiter ziehen.

2017-03-08,Filbo Indien,Reg. Kakching,DSCN4180

Wenig später traf ich erneut auf eine Gruppe Soldaten.

Ihr Offizier hatte extra seinen Wagen anhalten lassen, weil er mit mir ein Gespräch anfangen wollte. Er sagte mir, dass es ihm langweilig sei und teilte mit mir sein Frühstück. Das kam mir ganz gelegen, denn ich hatte selber noch nicht gefrühstückt und auch keine Lebensmittel mehr dafür vorrätig.

A little later, I met another group of soldiers. Their officer had his car stopped in order to start a conversation with me. He told me he was bored and he wanted to share his breakfast with me. This really suited me as I hadn’t had breakfast yet and I didn’t have any food left for it any more.

Blog 169 – Der Höllentrip mit dem Bus / My Nightmarish Journey on the Bus

05.03.2017 – Indien

Am Morgen nach meiner Übernachtung im Neubau des Kioskbesitzers, brachte er mich mit seinem Auto zum Bus. Mein Fahrrad wurde auf das Busdach gelegt.

In the morning after my stay in the kiosk owner’s new house, he took me to the bus station in his car. My bike was placed on the roof of the bus.

18 Stunden Busfahrt lagen jetzt vor mir. Ich hatte einen der hintersten Sitzplätze im Bus, dass machte die Busfahrt zum absoluten Höllenritt.

I was seated on one of the back seats which made the bus journey an absolute nightmare. The roads were so bad that I was hurled around all the time. Once I was even hurled right up to the ceiling. As soon as I dozed off, my head would crash against the window which made me wide awake again.

Die Straßen waren so schlecht, dass ich ständig herumgeschleudert wurde. Einmal wurde ich sogar bis zur Decke hochgeschleudert. Sobald ich kurz eingenickt war schlug mein Kopf gegen die Fensterscheibe und ich war wieder hellwach.

2017-03-04,Filbo Indien,DSCN4159

Mitten in der Nacht hielt unser Bus an einem Checkpoint an. Wir hatten die Grenze zum Bezirk Nagaland erreicht. Ein Soldat ging durch den Bus und als einziger Fahrgast musste ich zur Kontrolle aussteigen. Ich hatte die Befürchtung, dass ich nicht mehr weiter mitfahren konnte, da es in diesem Bezirk schon mal Konflikte gibt. In einem solchen Fall, kann man als Tourist das Gebiet nur mit Sondergenehmigung bereisen.

In the middle of the night our bus stopped at a checkpoint. We had reached the border of the district Nagaland. A soldier walked through the bus and I was the only passenger who had to leave the bus for checking purposes. I was afraid that I wouldn’t be able to continue my bus ride as there are conflicts in this area at times. In this case you can only travel this area as a tourist with a special permit.

Ich hatte aber Glück, denn mein Pass wurde nur kontrolliert. Von den Grenzbeamten wurde ich sehr freundlich behandelt und bekam sogar Tee angeboten.

Weiter ging also die Tortur von einer Busfahrt.

I was lucky, though, they only checked my passport. I was treated in a most friendly way by the border officials and they even offered me some tea. My nightmare went on.

So langsam mache ich mir auch ernsthafte Sorgen um mein Fahrrad, das nur lose auf dem Dach lag. An dessen Unversehrtheit glaubte ich, nach dem gefühlten zehntausendsten Schlagloch, auch nicht mehr. Bei einem Busstop kletterte ich auf das Busdach und war positiv überrascht. Meinem Fahrrad ging es gut, nicht ein Kratzer war daran zu sehen.

Meanwhile I was seriously worried about my bike, lying loosely on the roof of the bus. After what felt like zillions of potholes, I never expected my bike to be intact any more. When the bus stopped I climbed the roof and was positively surprised. My bike was fine, there wasn’t even one scratch on it.

Nach dieser schrecklichen nächtlichen Busfahrt erreichte ich am frühen Morgen, völlig fertig Imphal. Ich verkroch mich gleich in das nächste Hotel um mich zu erholen.

After this horrible night ride I reached Imphal early in the morning, dead beat. At once, I went to the nearest hotel in order to recover.

Blog 168 – Eine Tagesetappe in die Sackgasse / A Day’s Stage into a Dead End

04.03.2017 – Indien

Von Guwahati fuhr ich los nach Shillong. Ich wollte von hier aus über kleine Straßen, die auf meiner Karte eingezeichnet waren, Richtung Imphal und somit zum Grenzübergang Moreh fahren. Der Weg nach Shillong war zwar sehr schön aber auch sehr bergig. Es ging fast nur berghoch. Von meiner Krankheit und meiner letzten schlaflosen Nacht war ich jedoch noch so geschwächt, dass ich an den Rand meiner Leistungsfähigkeit kam. Eigentlich wollte ich nicht mehr weiter.

Starting off at Guwahati, I went on to Shillong. I intended to travel from there in the direction of Imphal and the border crossing point Moreh, using small roads which were marked on my map.The way to Shillong was gorgeous but very hilly too. I had to go uphill nearly all the time. I was still weakened by my recent illness and the previous sleepless night, so I reached the limit of my capabilities. In fact, I didn’t want to go any further.

Doch am späten Nachmittag traf ich einen indischen Motorradfahrer, der in 110 Tagen ganz Indien bereisen möchte und mir Mut machte, dass es zur Stadt Shillong nicht mehr weit wäre. Also beschloss ich in das Stadtzentrum weiter zu fahren und mir dort ein Zimmer zu gönnen.

But the same afternoon I met an Indian motorcyclist who was going to travel the whole of India within 110 days and who bolstered me up, telling me that Shillong wasn’t far away any more. So I decided to go on and into the center of the city of Shillong and treat myself to a room.

Nach meiner zuvor verbrachten Nacht am Bahnhof von Guwahati, hatte ich es auch bitter nötig noch einmal auszuschlafen. Auch auf der Karte war es echt nicht mehr weit bis Shillong, aber die letzten 20 km bis zur Stadt waren eine Tortur.

I really had to get a good night’s sleep in after having stayed over at the Guwahati station the previous night.On the map it didn’t look as if it were far to Shillong at all, but the last 20 km were a real ordeal. 

Es ging -anders als ich mir es gedacht hatte- immer weiter bergauf. Normalerweise liegen Städte ja meistens im Tal, nicht so Shillong. Völlig fertig und zittrig vor Unterzuckerung kam ich in der Dunkelheit am Stadtrand von Shillong an. Weiter konnte ich an diesem Tag wirklich nicht mehr fahren.

On the map it didn’t look as if it were far to Shillong at all, but the last 20 km were a real ordeal. It went uphill all the time, which I hadn’t expected. Normally, towns are situated in valleys, not this one! I was dead beat and trembling from low blood sugar when I got to the outskirts of Shillong in the dark. I definitely couldn’t go on that same day.

Erschöpft kaufte ich mir an einem Kiosk ein paar Snacks und erkundigte mich nach einer Übernachtungsmöglichkeit in der Nähe. Es war jedoch keine Übernachtungsmöglichkeit vorhanden, doch der Kioskbesitzer erlaubte es mir, in seinem im Bau befindenden Neubau, mein Zelt aufzubauen. Außerdem versorgte er mich mit Essen.

Completely exhausted, I bought myself some snacks at a kiosk and asked about a place to spend the night. There wasn’t any around but the owner of the kiosk allowed me to put up my tent in his new house which was still under construction. He also provided me with some food.

I found out that you can only use the road which I had intended to take in the direction of the border if you drive an SUV. Additionally, I didn’t have much time left before I had to leave the country.

Ich erfuhr das die Straße, die ich zu meiner Weiterfahrt Richtung Grenze nehmen wollte, nur mit Allradfahrzeugen zu befahren ist. Dazu kam, dass mir auch nicht mehr viel Zeit bis zu meinem Ausreisetag blieb.

2017-03-04,Filbo Indien,Mawlai-Mawiong,DSCN4157

Daher entschied ich mich am nächsten Tag, ein Busticket zu kaufen. Damit fuhr ich meine anstrengende letzte Tagesetappe wieder ‚zurück‘ bis nach Guwahati und im gleichen Bus direkt weiter über Nagaon bis zur Stadt Imphal.

So I decided to buy a bus ticket for the next day. This way, I was going to go back the same strenuous day’s stage towards Guwahati and on the same bus, I would go via Nagaon to the town of Imphal.