Archiv für den Monat Oktober 2016

Blog 114 – Lifestyle in Rasht

12.10.2016 – Iran

Am Abend erreichte ich Rasht die größte iranische Stadt am Kaspischen Meer.

I reached Rasht in the evening. It is the largest Iranian town at the Caspian Sea.

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Da ich eine Übernachtungsmöglichkeit bei einem Warm Showers Freund fand, blieb ich 2 Tage lang dort.

 There I found accommodation at a Warm Showers friend, so I stayed there for two days. We did a la great deal, among other things, I was introduced to an alternative group of people. They meet every week in order to embellish the town with works of art or just have fun together. We played a game of dodge ball. I’d never expected to find an alternative group of people where men and women meet. Generally, people are more relaxed in Rasht. You can see couples holding hands, and women wear their headscarves which they hate in such a way that they cover less than half their heads. Women even have even shaken hands with me which is not at all customary in Iran.

Wir unternahmen viel, unter anderem wurde ich mit zu einer alternativen Gruppe genommen. Sie treffen sich wöchentlich um die Stadt mit Kunstobjekten zu verschönern oder einfach nur Spaß zu haben. Wir spielten zusammen Völkerball. Ich hätte nicht gedacht, dass es im Iran möglich ist, eine alternative Gruppe zu finden in der sich Männer und Frauen gleichermaßen treffen. Generell geht es in Rasht etwas lockerer zu. Man sieht Paare Hände haltend und dass bei Frauen oft verhasste Kopftuch wird oft so getragen, dass es weniger als die Hälfte der Kopf verdeckt. Mir gaben auch öfters Frauen die Hand, was eigentlich im Iran unüblich ist.

Blog 113 – Konfrontation mit Deutschlands Vergangenheit / Confronted with Germany’s Past

11.10.2016 – Iran

Heute morgen begab ich mich auf die lange Abfahrt vom Pass. Es wurde wärmer, feucht und sehr grün. Das hätte ich vom Iran nicht erwartet, aber der Iran besteht nicht nur aus Wüste.

This morning, I started my long descent from the pass. It got warmer, more humid and very green. I hadn’t expected this in Iran, but the Iran isn’t just desert.

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Mittags machte ich Rast an einem Laden um etwas zu essen.

At noon I went to a shop for some food. A man who spoke a little English, approached me and after having heard that I am a German, he said, „Hitler very good“. I asked him why, and he answered, „Because he killed the Jews.“ There is a certain adoration of Hitler not only in Iran. It wasn’t the first time I had been confronted with this and greeted with „Heil Hitler“. I had already experienced things like that in Croatia and Turkey. In Armenia they say „Hi Hitler“ which is meant as a joke.

Da kam ein Mann der leidlich Englisch sprach auf mich zu. Nachdem er erfahren hatte, dass ich aus Deutschland komme, meinte er nur „Hitler very good“. Als ich ihn fragte warum, antwortete er: „Weil er die Juden umgebracht hat.“ Nicht nur im Iran gibt es teilweise eine Art Hitlerkult. Es war nicht das erste Mal, dass ich damit konfrontiert und mit „Heil Hitler“ begrüßt wurde. Ähnliche Erfahrungen habe ich in Kroatien und der Türkei gemacht. Auch in Armenien ist „Hi Hitler“ eine Begrüßungsfloskel, die aber eher zum Spaß gemeint ist.

Blog 112 – Vom Gebirge zum kaspischen Meer / From the Mountains to the Caspian Sea

10.10.2016 -Iran

Nach einem guten Frühstück im Baucontainer fuhr ich los. Doch nach kurzer Zeit endete der Asphalt und ich hatte wieder Schwierigkeiten bei den enormen Steigungen, vorwärts zu kommen. Ein Pickup-Fahrer sah meine Misere und bot an, mich mitzunehmen. Dankbar lud ich das Fahrrad auf die Ladefläche und wollte eigentlich nur bis zur nächsten Passhöhe mitfahren. Da der Fahrer mir aber sympathisch war beschloss ich mich noch weiter, bis ins 80 km entfernte Khalkhal, mitnehmen zu lassen.

After a good breakfast in the construction cabin, I startet. Only a little later, the tar ended and I was in trouble because of the enormous inclines. I could hardly get on. A driver of a pickup fortunately saw me and offered to give me a ride. I was so grateful, put my bike on the loading platform and intended to go only as far as the nearest top of the pass. But he was such a nice guy that I went with him to Khalkhal, 80 kilometers further ahead.

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Dort angekommen wurde ich von ihm ins Restaurant zum Mittagessen eingeladen. Anschließend verabschiedete ich mich von diesem supernetten Menschen und fuhr mit meinem Fahrrad noch ein ordentliches Stück berghoch. Auf über 2000 m erreichte ich die Passhöhe und damit die Wetterscheide. Schlagartig änderte sich das Klima von sehr trocken auf sehr feucht. Die Landschaft wurde grün.

There he invited me for lunch in a restaurant. After having said goodbye to this very nice man, I still rode quite a long way up the mountain. I reached the pass at a height of 2,000 meters which is also the weather divide. The climate changed immediately from very dry to very humid. The landscape changed to green.

Am Abend wollte ich in der Nähe eines Dorfes zelten, als ich in das einfache Haus eines Mannes eingeladen wurde. Da der Generator nicht lief, hatten wir als einzige Beleuchtung eine Gaslampe. Es wurde auf dem Teppichboden gegessen und auch geschlafen. Da es auch keine Heizung gab, war es auch nicht gerade warm.

That night I was going to camp near a village when a man invited me into his plain house. The generator didn’t work, so we only had a gas lamp for illumination. We ate and slept on the carpeted floor. There was no heating, so it wasn’t really warm. We didn’t share a common language, so I used my drawing book to ask him how many children he had and which animals he owned.

Wir unterhielten uns ohne gemeinsame Sprache, mit meinem Zeichenbuch. Mit Hilfe der Zeichnungen konnte ich ihn fragen wie viele Kinder er hat und was für Tiere er besitzt.

Blog 111 – Unterwegs im iranischen Hinterland / Iran – The Iranian Outback

09.10.2016 -Iran

Von Tabriz aus fuhr ich mit dem Ziel ‚Kaspisches Meer‘ weiter. Da ich eine Abzweigung in Bostan Abad verpasste, beschloss ich über kleinere Straßen zu fahren, um über Khalkhal bis nach Rasht zu kommen. 2 Nächte verbrachte ich mit Wildzelten. Die Gegend war sehr ländlich und trocken. Handynetz hatte ich fast nie. Auch mit dem Trinkwasser musste ich haushalten.

After leaving Tabriz, I headed for the Caspian Sea. I missed a turnoff at Bostan Abad, so I decided to ride on the smaller roads from Khalkhal to Rasht. I spent two nights of wild camping. It was very dry and quite rural in this area. Almost never did I have any cell phone coverage. I also had to save my drinking water.

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An einem Abend zeltete ich notdürftig abseits der Straße, versteckt an einer von Dornenbüschen überwucherte Stelle. Die Dornen stachen durch meine Plane und meinen Zeltboden, so dass meine Luftmatratze Schaden nehmen konnte. Deswegen legte ich die Plane mit der ich mein Fahrrad sonst abdecke, zusätzlich darunter.

One evening, I had put up my tent rather poorly away from the road, hidden by thornbushes. The thorns stuck through my tarpaulin and my tent floor, so I feared for the safety of my air matress. So I put the tarpaulin underneath which normally covers my bike.

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Mein Lager war nun errichtet und ich war gerade fertig mit Kochen, als ich von einem Nachtwächter einer nahen Baustelle, per Hund und Suchscheinwerfer gefunden wurde. Er meinte wegen der Gefahr von Schlangen und Skorpionen könne ich nicht bleiben.

By then, my camp was established and I had just finished my cooking, when a night guard from a construction site nearby, detected me with the help of his dog and his searchlight. He told me I couldn’t stay there because there were snakes and scorpions. Instead, he offered me a place next to a construction cabin and helped me to move there. The next morning, the engineer of the building site arrived and I had some breakfast with him.

Stattdessen bot er mir einen ebenen Platz in der Nähe eines Baucontainers an und half mir beim Umzug dorthin. Ich konnte mein Abendessen im Baucontainer fortsetzen. Als am nächsten Morgen der Ingenieur der Baustelle kam, aß ich mit ihm zusammen noch ein kleines Frühstück.

Blog 110 – Marand und Tabriz / Iran – Marand and Tabriz

06.10.2016 -Iran

Ich fuhr Richtung Tabriz und erreichte gegen Abend die Stadt Marand. Hier begab ich mich wieder auf die Suche nach einer SIM Karte. Von einem netten englischsprachigen Mann und seinem Freund wurde mir gleich geholfen. Sie unterstützen mich beim Erwerb der SIM Karte.

I rode on towards Tabriz and late in the afternoon I reached the town of Marand. Again I tried to get a SIM card. A very nice man who spoke English and his friend helped me to get one. Buying a SIM card in Iran is a lengthy process. Apart from your signature, they also need your finger prints. After having got it with the help of my new friends, they organized accommodation in a building in the city park for me. I decided to stay there for two days. In the morning my friend brought me some breakfast and in the afternoon he showed me the city.

Das SIM Karten Kaufen ist im Iran ein ziemlich langwieriger Prozess. Es wird sogar neben der Unterschrift ein Fingerabdruck benötigt. Nachdem ich die SIM Karte mit Hilfe meiner neuen Freunde endlich hatte, organisierten sie für mich eine Übernachtungsmöglichkeit in einem Gebäude im Stadtpark. Ich beschloss zwei Tage hier zu bleiben. Morgens brachte mir mein Freund sogar Frühstück und nachmittags zeigte er mir die Stadt.

Nach dem ich die Stadt Marand verlassen hatte fuhr ich nach Tabriz. Dort wollte mir eigentlich eine private Unterkunft über das Internet organisieren, was aber misslang. Deswegen suchte ich mir ein Hotel und blieb dort zwei Nächte. Das Hotel war einfach, aber die Besitzer vom Hotel waren super nett und bemüht. Ich besuchte den berühmten Basar der Stadt, danach erholte ich mich ein wenig in meinem Zimmer.

After leaving Marand, I continued my journey towards Tabriz. I had intended to get a private lodging for the night via Internet, but I wasn’t lucky. So, I booked into a hotel and stayed there for two nights. The hotel was a plain one, but the owners were so kind and eager. I visited the famous bazaar in town, afterwards I relaxed and rested for a while in my room. Believe it or not, although I travel on my own, I’m always surrounded by people, there is no isolation whatsoever! That is why I really enjoyed being on my own in my hotel room for some time.

Man soll es nicht glauben aber obwohl ich alleine reise, bin ich dauernd von Menschen umgeben, von Einsamkeit keine Spur! Deswegen genieße ich die Zurückgezogenheit im Hotelzimmer.

 

 

 

 

Blog 109 – Meine erste Stadt im Iran: Jolfa / Iran – My First Town in Iran: Jolfa

03.10.2016 – Iran

In Jolfa der Grenzstadt zur Enklave von Aserbaidschan begab ich mich auf die Suche nach einem Stadtpark in dem man zelten darf. Zuvor habe ich gehört, dass es im Iran so einen Park in jeder größeren Stadt gibt.

Jolfa is the border city to the enclave of Azerbaijan. I went looking for a city park where I wanted to camp. I had heard before that there is a park like that in every larger Iranian city.

On my way to this park, I wanted to obtain an Iranian SIM card and went into a shop to ask for one. I was led to a man who spoke English. Unfortunately, he wasn’t able to help me as all the phone businesses were closed by then. Instead, he gave me a lot of good advice for my trip and then offered me to stay overnight in his guest- and laborers‘ house. He was the owner of a larger company and had traveled a great deal himself. I agreed and had an apartment all to myself for the night!

Auf dem Weg zu diesem besagten Park , wollte ich noch eine iranische SIM Karte erwerben und fragte in einem Geschäft nach. Daraufhin wurde ich zu einem Mann geführt, der Englisch sprach. Er konnte mir jedoch leider nicht weiterhelfen, da mittlerweile alle Handygeschäfte geschlossen hatten. Stattdessen gab er mir jede Menge Reisetipps und bot mir schließlich an in seinem Gäste-und Arbeiterhaus zu übernachten. Er war der Besitzer einer größeren Firma und selber schon weit gereist. Ich willigte ein und hatte für diese Nacht eine Wohnung für mich ganz alleine!

Am nächsten Morgen unternahm ich erneut einen Versuch eine SIM Karte zu erwerben. Das erwies sich aber als schwierig, denn der Verkäufer in dem Shop wusste gar nicht ob er mir als Ausländer überhaupt eine SIM Karte verkaufen durfte. Na ja zur Not würde ich erst mal auch ohne Internet zurechtkommen. Ich beschloss es später noch in einem anderen Shop erneut zu probieren.

The next morning, I tried to get a SIM card again. This proved to be rather difficult as the shop assistant didn’t know if he was allowed to sell one to a foreigner. Okay, I would be able to get on without the Internet for a while. I decided to try again in a different shop later.

Blog 108 – Iran: erste Eindrücke / Iran – First Impressions

02.10.2016 – Iran

Im Iran fiel mir gleich die karge Landschaft auf. Auch die Entfernung zwischen den Dörfern ist hier deutlich weiter. Ich fuhr an der Grenze entlang Richtung Jolfa.

I noticed at once that the landscape was very austere in Iran. The villages are much further apart here. Ich rode alongside the border towards Jolfa.

An der nächsten Geldwechselstube tauschte ich meine armenischen Drams. Von nun an war ich 10 facher Rial Millionär ! Die ganzen Nullen sind für mich sehr verwirrend. 1 Euro sind 40.000 Rial. Es wird aber meistens in Tuman gehandelt. Das bezeichnet das selbe Geld, gedanklich wird aber eine Null gestrichen. Also 1 Euro sind 4000 Tuman. Wenn man nach dem Preis fragt wird einem manchmal auch auch nur 4 gesagt, damit sind dann 4000 Tuman gemeint.

I went to the nearest exchange house to change my Armenian Drams. As from then on, I was a multiple millionaire of Rial. In my mind, all these zeros are quite confusing. One Euro equals 40,000 Rial. Normally, they deal in Tumans. This means the same kind of money but mentally, you take off one zero. So, one Euro equals 4,000 Tumans. When you ask for the price, though, they quote you a four, meaning 4,000 Tumans.

Ich fuhr den ganzen Tag unmittelbar an der Grenze entlang. Alle paar Kilometer waren Spähtürme vom iranischen Militär. Hier konnte ich nirgendwo ein Foto von der superschönen Landschaft aufnehmen. Als ich an einer Stelle vorbei kam an der einige Männer Selfis machten und ein Polizist daneben stand, hielt ich an und fragte ob ich auch ein Bild machen dürfte. Der Polizist war zwar freundlich, aber ich durfte nicht fotografieren und er kontrollierte auch gleich noch meinen Pass. Später traf ich die gleichen Männer, die die Selfies gemacht hatten wieder, diesmal ohne den Polizisten. Sie fragten mich gleich über meine Meinung zum Iran. Ob aus Neugier oder aus anderen Gründen, weiß ich nicht. Mir kam es etwas merkwürdig vor, dass sie die Fotos im Gegensatz zu mir, machen durften.

I carried on riding alongside the border all day. Every few kilometers you could see Iranian military watch towers.Not a chance of taking a photo of the beautiful Iranian landscape anywhere. When I got to a place where some men took selfies, a policeman standing nearby, I stopped and asked them if I were allowed to take a photo as well. The policeman was quite friendly but I wasn’t allowed to take a photo. He also checked my passport. Later, I met the same men who had taken the selfies, this time the policeman wasn’t with them. They started asking my opinion about Iran. It seemed a bit weird to me that they were allowed to take photos and I wasn’t.

Blog 107 – Einreise in den Iran / Entry into Iran

02.10.2016 – Iran

Auf armenischer Seite führt die Straße zum Grenzübergang direkt am Grenzzaun vorbei.

Hier kam mir ein iranischer Rucksackreisender entgegen. Ich stoppte mit meinem Fahrrad und wir tauschten unsere Reiseerfahrungen aus. Er erzählte mir, dass er per Anhalter reist. Im Moment ging er  jedoch zu Fuß weiter, da ihn niemand unentgeltlich mitnehmen wollte. Einige Autofahrer hatten ihm erzählt, dass es verboten sei, hier zu Fuß unterwegs zu sein. Er und ich glaubten jedoch nicht an ein solches Verbot und dachten, dass es ein Trick der Autofahrer war, um auf diese Art und Weise Geld zu verdienen.

On the Armenian side, the road leads alongside the border fence. There, an Iranian backpacker came towards me. I stopped my bike and we exchanged our travel experiences. He told me that he was hitchhiking. At present, though, he was on foot as nobody wanted to give him a ride free of charge. Some car drivers had told him it was forbidden to walk in this area. We both didn’t believe in a ban like that and we presumed it was a trick to get some extra money this way.

Wir waren gerade mitten im Gespräch, als ein Auto stoppte. Ein sehr freundlicher Mann fragte uns nach unserer Herkunft und unserem Reiseziel. Nachdem ich ihm Auskunft gegeben hatte, gab er sich als Polizist zu erkennen. Er wollte unsere Pässe sehen und meinte es wäre verboten hier im Grenzbereich, auch nur anzuhalten. Er gab uns die Pässe wieder und meinte wir sollten jetzt weiter gehen bzw. fahren und schärfte uns ein im Grenzbezirk keine Fotos zu machen.

We were just chatting when a car stopped. A very friendly man asked us where we came from and where we wanted to go. I told him and he identified himself as a policeman. He wanted to see our passports and then told us that we were not even allowed to stop here within the border area. He returned our passports and told us to get going, and to refrain from taking any photos at all in this area.

Am Grenzübergang angelangt wusste ich erst nicht wohin ich zur Ausreise gehen sollte. Dann sah mich aber ein Grenzer und ich wurde zur Sicherheitskontrolle gebracht. Ein Grenzbeamter ließ mich ohne genauere Kontrolle durch und fragte stattdessen ob ich eine Kalaschnikow, Whisky (Alkohol ist strikt verboten im Iran) oder – so wie ich verstand, Dram – dabei hätte. Ich meinte Dram hätte ich schon, aber den Rest nicht. Als er mich daraufhin komisch anguckte, sagte ich leicht verunsichert : „Ja, ich habe die armenische Währung Dram dabei. Er erwiderte, dass sei ok, er hätte mit Dram etwas anderes, Illegales gemeint.

When I got to the border checkpoint, first, I didn’t know where to go. One of the border guards spotted me and took me to the security check. Another border official allowed me to go through without any closer control, but he asked me if I carried a Kalashnikov, any whisky (this being strictly prohibited in Iran) or – as I meant to understand – any Dram with me. I told him, I had some Dram with me, but none of the other stuff. He looked a bit weird which made me feel unsettled in a way. I told him, I had Armenian Dram, money, with me. He said this was okay and he had thought of something different, something illegal.

Nach der Ausreise aus Armenien wurde ich von den iranischen Grenzbeamten betont freundlich behandelt. Sie röntgten zwar zumindest teilweise mein Gepäck, schauten aber dabei nicht auf den Bildschirm.

After having left Armenia, the Iranian border officials treated me in a very friendly way. They X-rayed part of my luggage but they didn’t even look at the monitor.

After having passed the Iranian border, I met a lot of street vendors who wanted to exchange money. I never trusted them, so I set off without any Iranian money.

Nach dem ich die iranische Grenze passiert hatte gab es viele Straßenhändler, die alle Geld tauschen wollten. Da ich diesen Leuten aber nicht traute, fuhr ich erst mal ohne iranisches Geld los.

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Blog 106 – Ungewissheit vor der iranischen Grenze / Great Uncertainty at the Iranian Border

01.10.2016 – Armenien

Heute war mein letzter Tag in Armenien, morgen früh werde ich die Grenze zum Iran überqueren.

This is my last day in Armenia, tomorrow morning I’m crossing the Iranian border. I have just gone over the last and most strenuous and tough Armenian pass, starting from an altitude of 700 meters and going up to 2,500 meters. This has really been exhausting. But thanks to a good and strong tailwind, I made it! Yet, my T-shirt was full of salt crystals from perspiration.

Den letzten und anstrengendsten armenischen Pass, habe ich gerade überwinden. Von 700 Hm musste ich auf 2500 Hm, das war natürlich sehr schweißtreibend. Aber Dank Rückenwind für mich machbar. Trotzdem haben sich vom verdunsteten Schweiß, auf meinem Shirt Salzkristalle gebildet.

Wegen der morgigen Grenze bin ich etwas nervös. Ich habe schon Horrorgeschichten über Untersuchungen des Reisegepäcks, des Handys und Computers nach irgendwelchen Dingen, die dem strengen iranischen Gesetz zuwider sind, gehört. Außerdem weiß ich nicht welche Internetseiten und Kommunikationsmittel gesperrt sind. Hoffentlich kann ich wie gewohnt den Kontakt nach Hause halten.

I’m a bit nervous because of the border I’m crossing tomorrow. I’ve been told horror stories about the strictest examination of luggage, mobile phones and computers in search for forbidden items, which are against Iranian laws. Furthermore, I’m not sure about inhibited means of communication or websites. I hope to be able to keep in contact with my people at home.

Dazu kommt, dass als Art Nachwehen des Wirtschaftsembargos gegen den Iran, es wohl nicht möglich sein wird Geld vom Konto abzuheben. Deswegen bin ich gezwungen das gesamte Geld, das ich im Iran benötigen werde, in bar mitzunehmen. Ich habe Geld im Wert von über 1000,- €, in Form von Euro, Dollar und Armenischen Dram dabei, das ich im Iran in iranische Rial tauschen möchte. Jeder weiß natürlich, dass ich viel Geld mit mir führe, denn alle Iran-Reisende müssen ihr Geld in bar mitnehmen.

What’s more, you cannot withdraw money from your account due to the aftermath of the economic embargo, so I was forced to take it all with me in cash. I carry more than 1,000 euros with me in the form of dollars, euros, and Armenian drams which I want to change into Iranian rials. Of course, everyone knows that I have a lot of cash with me as every single traveler in Iran is only allowed to pay cash.

Anderseits beruhigt es mich, das ich unterwegs bereits viele nette Iraner kennengelernt habe und viele, sehr positive Erfahrungsberichte von anderen Reisenden gelesen habe.

On the other hand, it reassures me to remember the many nice Iranians whom I met on my way there, and having read many very positive experience reports from other travelers, makes me feel safe, too.