Archiv für den Monat März 2017

Blog 181 – Bagan-Tempel über Tempel / Zillions of Bagan Temples

17.03.2017 – Myanmar

Auf unserer weiteren Strecke nach Bagan trafen Pablo und ich, das erste Mal seit langem, wieder auf Touristen. In einem Restaurant kamen wir mit einigen gleichaltrigen Franzosen ins Gespräch. Sie gaben uns Tipps wo man hier ungestört zelten könnte. An der besagten Stelle verabredeten wir uns auch gleich für den Abend und machten uns auf den Weg.

Moving further toward Bagan, Pablo and I met some tourists for the first time in a long time. We started talking to some French people who were our age. They were able to give us some advice about places where you could camp in peace and quiet. We arranged to meet at a certain spot that evening and set off.

2017-03-17, Filbo Myanmar,Reg. Bagan,DSCN4381

Bagan ist umgeben von sprichwörtlich ‚tausenden von Tempeln‘ in allen nur erdenklichen Formen und Größen. Auch unserer Treffpunkt war inmitten des gigantischen Tempelfeldes. Dazu war er hoch über einem Fluss gelegen und verfügte über Bänke von einem nahen Kloster.

There are literally thousands of temples around Bagan, they come in all imaginable shapes and sizes. Our meeting place was amidst a gigantic temple land. Furthermore, it was situated high above a river and there was a number of benches which belonged to a monastery nearby.

Auch für seine märchenhafte Sonnenauf- und -untergänge ist Bagan berühmt. Pablo und ich machten uns deswegen auf den Weg zu einem der Aussichtspunkte. Auf der Dachterrasse eines Tempels war der Sonnenuntergang wirklich atemberaubend. Man sah wie der Dunst zwischen den zahllosen alten Tempeln aufstieg, während die blutrote Sonne unterging.

Bagan is famous for its magical sunrises and sunsets. That’s why Pablo and I went up to one of the viewpoints. Sitting on the roof terrace of a temple, we found the sunset unbelievably breathtaking. We watched the haze rise among the numerous old temples and the blood-red sun go down.

2017-03-16, Filbo Myanmar,Reg. Bagan,DSCN4373

Nach dem Sonnenuntergang trafen wir die französischen Touristen wieder und wir verbrachten zusammen einen schönen und unterhaltsamen Abend.

We met with the French tourists after the sunset again and spent a lovely and enjoyable evening together.That’s why we forgot to ask at the monastery nearby whether it would be alright for us to camp on site. Therefore we decided to get up very early the next morning so nobody would see us. This was to our advantage as we were able to enjoy a most impressing sunrise.

Darüber vergaßen wir im nahen Kloster zu fragen, ob es in Ordnung wäre, wenn wir hier übernachten würden. Somit beschlossen wir am nächsten Morgen schon sehr früh aufzustehen, damit uns keiner sieht. Das hatte auch den Vorteil, dass wir so den ebenso beeindruckenden Sonnenaufgang miterleben konnten.

2017-03-17, Filbo Myanmar,DSCN4382

 

Blog 180 – Von der Polizei geweckt / Woken by the Police

16.03.2017 – Myanmar

Die nötige Zwischenübernachtung auf dem Weg nach Bagan verbrachten wir in der Nähe eines Dorfes. Leider war unsere Zeltstelle nicht sehr gut versteckt.

We had to put in an overnight stop on our way to Bagan which we spent near a village. Unfortunately, our tent wasn’t hidden too well.

Am nächsten Morgen wurden wir dann prompt, recht unfreundlich, von der Polizei geweckt. Die beiden Polizisten verlangten unsere Ausweise und versuchten mit unseren Reisepässen klarzukommen. Da sie sichtbar wenig Erfahrungen mit solchen Reisedokumenten hatten, gelang ihnen das nur mäßig. Ungefragt machten sie außerdem Fotos von uns und unserem Zelt. Da sie mit uns nicht so recht etwas anzufangen wussten, riefen sie Verstärkung. Die angeforderten Polizisten kamen, rückten wieder ab, dafür kamen dann wieder neue.

The next morning we were woken up by the police, and not very friendly at that. The two policemen demanded to see our identity documents and tried to cope with our passports. Obviously they weren’t familiar with this type of document, so they weren’t really successful. Without our permission they took photos of our tent and the two of us. As they didn’t really know what to do with us they asked for reinforcement. More police arrived and left, being replaced by others every now and then.

Actually, we had planned to move on early that morning, but that was out of the question.

Unser eigentlicher Plan bereits früh am Morgen aufzubrechen, war damit gescheitert.

Ich nutzte diese unfreiwillige Verlängerung und kochte für uns und die Polizei Kaffee. Derweil beantworteten wir, in einer uns endlos vorkommenden Zeit, die Fragen der Polizei zu uns, unserer Reiseroute und unserer bisherigen Unterkünften. Ich war froh, dass wir wenigstens eine Nacht in einem Hotel gewesen waren und ich die Quittung aufbewahrt hatte. Von den Polizisten wurde uns eingeschärft, dass wir uns in Zukunft vor jedem Zelten, an eine Polizeistation zum Registrieren wenden sollten. Danach machte sich die Polizei in einer Karawane aus Motorrollern auf den Rückweg und lies uns endlich in Ruhe.

I made good use of the involuntary prolongation and brewed some coffee for us and for the police. Meanwhile we answered endless questions on our travel route, the places we had stayed for the nights so far, so I was relieved to be able to tell them that we had at least spent one night at a hotel, fortunately having kept the receipt. The police advised us to get registered with the police every time we camped anywhere. After that the police caravan of motor scooters headed back and left us alone – finally!

2017-03-18, Filbo Myanmar,Reg. Mondaing,DSCN4411

Blog 179 – Buddhastatuen über Buddhastatuen / Statues of Buddha Everywhere

15.03.2017 – Myanmar

Die letzten Kilometer nach Monywa waren endlich nochmal gut asphaltiert und so erreichte ich gegen Nachmittag die ultimative Touristenattraktion und Pilgerstätte der Region.

The last kilometers toward Monywa had been tarred decently, so I reached the ultimative tourist attraction and pilgrimage site of the region in the afternoon.

Dazu gehört ein Tempel, der mit ’sage und schreibe‘ 600000 Buddhafiguren verziert ist.There is a temple which has been decorated with 600,000 statues of Buddha,…

Darüber hinaus gibt es eine 146 m hohe Buddhastatue, vor der eine weitere übergroße Buddhastatue liegt. Beeindruckend! …  as well as a 146 m Buddha statue. In front of this one there is another one larger than life. Very impressing !

Die Nacht verbrachte ich wildzeltend in einem Feld versteckt, mit bestem Blick auf diese gigantische Buddhastatue.

I camped wild that night, well hidden in a field where I had a free view of the gigantic Buddha statue.

2017-03-14, Filbo Myanmar,Reg. Monywa,DSCN4355

Am nächsten Morgen verabredete ich mich wieder mit Pablo und wartete bis sein Fahrrad erneut geflickt war. Dann fuhren wir zusammen, durch eine jetzt savannenähnliche Landschaft, Richtung Bagan. Auf dem Weg dorthin hatten Pablo und ich jeweils eine Reifenpanne.

The next morning I arranged to meet Pablo again and waited for his bike to be repaired. After that we went on together through a savannah-type area towards Bagan. Both, Pablo and I, had a flat tire on our way there.

2017-03-15, Filbo Myanmar,Reg. Pakhangy,DSCN4364

Zum Glück gibt es hier jedoch zahlreiche Reifenflickwerkstätten, in denen defekte Schläuche zu einem unglaublich günstigen Preis von nur wenigen Cents, fachmännisch und mit viel Können geflickt werden.

Fortunately, there are many places where you can have your tires fixed at an unbelievably low price of only a few cents, expertly and with much mastery.

2017-03-14, Filbo Myanmar,Reg. Monywa,DSCN4308

 

Blog 178 – Tägliche Pannen / Daily Glitches

14.03.2017 – Myanmar

Das Fahrrad von meinem Mitreisenden Pablo offenbart jetzt jeden Tag neue Schwächen und man merkt warum es nur 100 Dollar gekostet hat. Doch immerhin hat es die Strecke von Katmandu in Nepal bis nach Myanmar geschafft.

Pablo’s, my fellow traveller’s bike, showed new failings every day, so we realized why it had only been $100. After all, it had managed the whole distance from Katmandu in Nepal to Myanmar.

Aber den jetzigen Straßenzuständen scheint das Mountainbike nicht mehr gewachsen zu sein. Jeden Tag ist ein anderes Teil am Rad kaputt, dass wir dann gemeinsam ‚mit viel Improvisation‘ zu flicken versuchen.

That mountain bike of his didn’t withstand the current road conditions any longer, though. There was a different part busted every day which we tried to fix by means of a lot of improvisation.

Zuletzt fiel der Leerlauf aus. So blieb Pablo nichts anderes mehr übrig, als seine Beine hochzuheben sobald es bergab ging, damit sich die Pedalen mitdrehen konnten. Dies hatte natürlich eine größere Belastung für den Sattel zur Folge. Das Sattelrohr war dieser Belastung nicht gewachsen und verbog sich. In dieser Situation hat jede Radreparatur keinen Zweck mehr.

At first the freewheel broke down so Pablo had to lift up his legs when going downhill in order to allow the pedals to turn freely. This, of course, meant a larger exposure to the saddle. Finally, the saddle tube gave in and bent. Under these circumstances it was no use trying to repair the bike again.That’s why Pablo had to hitchhike to the nearest town named Monywa and I had to travel on alone.

Deswegen muss Pablo zur nächsten Stadt nach Monywa trampen und ich fahre erst mal wieder alleine weiter.

 

Blog 176 – Die Schlammschlacht / A Mudbath

13.03.2017 – Myanmar

Nach der extrem holprigen Baustellenpassage hörte der Straßenbelag zu Pablos und meinem Entsetzen ganz auf. Dazu war die Strecke alles andere als eben, dauernd ging es bergauf und bergab. So schafften wir nicht gerade viele Kilometer, aber es sollte noch schlimmer kommen.

After having passed the extremely bumpy construction site, we were horrified to find out that the road topping had come to an end altogether. Furthermore, the route was everything but even, we had to go up and down the montains all the time. Therefore we didn’t really make a lot of kilometers, but things were to get even worse.

Abends beschlossen wir zu zelten. Da es hier oft sehr heiß ist und nur sehr selten regnet, habe ich mir mittlerweile angewöhnt nur noch mein Innenzelt, als Moskitoschutz, aufzubauen. Am heutigen Abend sah es aber nach Regen aus. Deshalb beschloss ich auch mein Außenzelt zu benutzen.

In the evening we decided to pitch up our tents. It is often very hot here and it seldom rains, so I had got used to only using my inner tent as a mosquito safety device. That evening it looked like rain though. I wanted to set up my outside tent, but to my horror, it was missing. Apparently I had forgotten it in Shillong where I had spent the night in a new building. Fortunately Pablo’s tent was big enough for the two of us. Of course it did rain heavily that night.

Doch zu meinem Entsetzen stellte ich fest, dass mein Außenzelt fehlte. Ich hatte es anscheinend in Shillong (Indien), in einem Neubau indem ich gezeltet hatte, vergessen. Zum Glück war Pablos Zelt groß genug für uns beide. Über Nacht begann es dann prompt stark zu regnen.

2017-03-12, Filbo Myanmar,Reg. Kyabin,DSCN4254

 

Am Morgen hatte der Regen etwas nachgelassen aber dafür stellten wir fest, dass sich der nicht asphaltierte Weg von einer Staubpiste, in einen absoluten Schlammweg verwandelt hatte. Der Schlamm setzte sich an den Rädern derartig fest, dass sie ständig blockierten.

In the morning the rain had gradually stopped but then we discovered that the unpaved road had turned from a dust road into an absolute mud path. The mud got into our wheels and blocked our movements.Every few hundred meters I was forced to remove it by hand. The mudguards were in the way so I dismounted them but this didn’t solve the problem at all.

Alle paar hundert Meter musste ich ihn mit der Hand entfernen. Natürlich störten in dieser Situation die Schutzbleche, deshalb montierte ich sie ab. Aber dennoch blieb das Problem.

2017-03-12, Filbo Myanmar,Reg. Kyabin,DSCN4253

An Steigungen konnte ich noch nicht mal mein Fahrrad richtig hochschieben, da ich keinen Halt mit den Füßen fand und andauernd mit meinen Sandalen im Schlamm stecken blieb.

I wasn’t even able to push my bike up the slopes as I didn’t find a hold with my feet and I kept getting stuck in the mud with my sandals.

2017-03-12, Filbo Myanmar,Reg. Kyabin,DSCN4264

Blog 177 – Eine entbehrungsreiche Zeit / A Time of Privations

13.03.2017 – Myanmar

Nach einem knochenharten Tag im Schlamm hatten wir nur 30 Kilometer geschafft und waren komplett erledigt. Dazu kam, dass wir in dieser abgeschiedenen Region von Myanmar kaum Nachschub an Essen und Trinkwasser fanden. Am Abend zelteten wir wild und kochten etwas mit den wenigen Lebensmitteln die wir ausfindig machen. Auch Wasser für die Dusche hatten wir nicht genug und so mussten einige Tropfen und der Waschlappen reichen.

The day in the mud had been hard work and we were completely exhausted. We had only managed to make a distance of 30 km. What’s more, we didn’t find any supplies of food or water in this remote area. So we camped wild that night and cooked a meal consisting of the little food we could find. We never had any water left for a shower so we had to make do with a few drops on our washrags.

Von unserem Zeltplatz aus, konnten wir zahlreiche Lkws beobachten, die den steilen und schlammigen Berghang nicht bewältigen konnten. Mit viel Anlauf versuchten sie den Berg zu erklimmen. Schon bald konnte ich der Motorgeräusche vorhersagen, ob der genommene Anlauf ausreichen würde oder nicht.

From our camp we were able to watch several lorries trying to cope with the muddy and steep slope and not making it. Bravely taking a run-up they tried to climb the mountain. Very soon I was able to predict who was going to make it or not, just by listening to the engine noise.

2017-03-12, Filbo Myanmar,Reg. Kyabin,DSCN4263

Einer der Lkws schaffte es auch nach dem x-ten Versuch nicht. Wahrscheinlich hatte er recht abgefahrene Reifen oder / und war ziemlich überladen. Der Lkw-Fahrer war gezwungen hier zu übernachten und wir gaben ihm zum Trost etwas von unseren frisch gekochten Kaffee ab.

One of the lorries didn’t make it even after many attempts. Either its tires were worn or it had been overloaded. The driver was forced to spend the night right there. We gave him some of our freshly brewed coffee to comfort him.

2017-03-12, Filbo Myanmar,Reg. Tongyi,DSCN4278

In den nächsten Tagen trocknete der Matsch von Tag zu Tag etwas ab, dafür wurde es aber noch bergiger.

During the days to come the mud slowly dried but the road became much more mountainous still.

An einem Morgen reichten unsere Vorräte nicht mehr für ein Frühstück. Auch Trinkwasser hatten wir kaum noch. So fuhren wir hungrig los. Erst im Laufe des Vormittags erreichten wir eine kleine Siedlung, in der ein paar Mönche Geld für einen neue Tempelanlage sammelten. Sie boten uns Essen an. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und aßen bis der schlimmste Hunger gestillt war. Als Dank gaben wir ihnen natürlich eine Spende für ihren neuen Tempel.

One morning we didn’t even have enough to eat for breakfast. We also had hardly any water left. So we started hungrily. Sometime that morning we reached a small settlement where some monks were collecting money for a new temple. They offered us some food to eat. We didn’t need to be told twice and kept eating until we had satisfied our worst hunger. Of course we gratefully donated for their new temple.

2017-03-13, Filbo Myanmar,Reg. Tongyi,DSCN4286

Blog 175 – Straßenbau in Handarbeit / Manual Road Construction

12.03.2017 – Myanmar

Am nächsten Tag fuhren wir bei leichtem Nieselregen los. Zunächst kamen wir auf der nur leicht hügeligen und gut geteerten, Indien-Myanmar Friendship Road, schnell voran.

When we left the next day, it was drizzling. At first we processed quickly on the well tarred and only slightly hilly road, named Indian-Myanmar Friendship Road.

2017-03-11, Myanmar Reg. Kalay,Pablo, IIMG_4303

An einem kleinen Restaurant hielten wir an, um einen Tee zu trinken. Dabei trafen wir auf einen alten, aber erstaunlich fitten Mann, der Englisch sprach. Ihn fragten wir nach der Beschaffenheit der alternativen Route, die Pablo auf der Karte gefunden hatte. Sie führte direkt an einem Fluss entlang und so hofften wir das sie eben im Tal verlaufen würde. Wir bekamen die Info, dass diese Straße neu wäre. Also fuhren wir frohen Mutes los, aber bereits nach kurzer Zeit endete der Asphalt.

We stopped at a little restaurant in order to have some tea. There we met an old man who was quite fit still and who spoke English. We questioned him about an alternative route which Pablo had spotted on the map. It went alongside a river, so we hoped it would be even and lead us through a valley. He informed us that this road was a new one. So we left in high spirits but very soon the tar ended.

We approached a construction site of a kind which I was going to meet more often in Myanmar.

Wir kamen an eine Baustelle, die mir in dieser Art, in Myanmar noch öfters begegnen sollte.

2017-03-11, Filbo Myanmar,Reg. Chaungwa,DSCN4230

In mühseliger Handarbeit wird hier die Straße befestigt.

Laborious manual work has to be done in order to build such a road. First, the larger stones are put in place one by one, then they are covered with gravel. Last the gravel is covered by hot tar which is heated on a log fire and applied with the aid of a watering can.The stones that are needed for the roads are broken by hand, using a hammer in order to produce the required sizes.

Zunächst werden gröbere Steine per Hand einzeln aneinandergereiht und dann mit feinerem Splitt bedeckt. Nun werden die feinen Steine mit heißem Teer verklebt. Dazu wird Teer über einem Holzfeuer erhitzt und per Gießkanne aufgetragen. Die benötigten Steine für den Straßenbau werden übrigens von Steineklopfern, per Hammer auf die benötigte Größe geschlagen.

During construction traffic has to go over these coarse stones, put in place one by one and by hand. It is quite a bumpy ride for any road user. I’d never have dreamed of calling this bumpy torture a luxury road surface very soon after.

Der ganze mühselige und langwierige Straßenbau ist ein Knochenjob, der in Deutschland undenkbar wäre. Mich erstaunte, dass die in sengender Hitze arbeitenden Arbeitskolonnen, überwiegend aus Frauen bestanden.

2017-03-11, Filbo Myanmar,Reg. Chaungwa,DSCN4235

Während der Bauphase wird der Verkehr oft über die groben, per Hand einzeln aufgeschichteten, Steine geführt. Das ist dann für alle Verkehrsteilnehmer eine ziemlich holprige Angelegenheit. Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass ich diese holprige Tortur, schon bald als besseren ‚Luxusstraßenbelag‘ bezeichnen würde.

Blog 174 – Myanmar mit Tücken / Myanmar Pitfalls

11.03.2017- Myanmar

Gerade in Myanmar angekommen, sagte uns einer der Grenzbeamten, dass es in den nächsten 146 Kilometer nicht erlaubt ist zu zelten und es auch keine andere Übernachtungsmöglichkeit gibt. Deswegen beschlossen wir die Strecke bis Kalay mit einem Minibus zurückzulegen. Ein netter Mitarbeiter des Registrierungsbüros führte uns zur Bushaltestelle.

Just having arrived in Myanmar we were told by a border official that there would be no permit for any camping nor any other possibility to spend the night in the next 146 km. That is why we decided to cover the distance by minibus.We were taken to the bus stop by a very nice official of the Registration Office.

2017-03-10, Filbo Myanmar Tamu,,DSCN4216

Vor der Abfahrt kaufte ich noch eine SIM Karte und besorgte mir an einem Geldautomaten die Landeswährung. Für 190,- € erhielt ich 300.000 Kyat. Das Geldbündel war so dick, dass es nicht mehr in mein Portemonnaie passte.

Before we took off, I bought myself a SIM card and at an ATM I got some 300,000 Kyats of local currency for about 190 €uros. I received such a thick pack of money that it actually didn’t fit into my purse.

2017-03-10, Filbo Myanmar,DSCN4228

Mit dem Bus kamen wir bei einsetzender Dunkelheit in Kalay an. Da wir gehört hatten, dass die Hotels in Myanmar sehr teuer seien, versuchten wir in einem buddhistischen Tempel unter zu kommen. Doch die Mönche bedauerten, dass es ihnen ‚entgegen ihrer Tradition‘ nicht möglich sei uns aufzunehmen. Das Militär erlaube dies nicht.

When the darkness set in we arrived at Kalay. As we had been told that the hotels in Myanmar are most expensive, we tried to find accommodation at a Buddist temple. But the monks regretted to inform us that they weren’t able to accommodate us – in contrast to their tradition. They weren’t allowed to do so by the military.

2017-03-11, Filbo Myanmar,Reg. Kyabin,DSCN4247

So blieb uns nichts anderes übrig als doch in einem Hotel zu übernachten. Das Hotel war mit 45 US Dollar pro Nacht für uns, echt nicht besonders günstig. Doch es gelang uns den Preis auf 25 US Dollar runter zu handeln. Es war sehr nett von dem Hotelbesitzer, sich darauf einzulassen.

So we had to stay at a hotel after all. At $45 a night, it was not really cheap. But in the end we managed to beat them down to $25. The owner of the hotel was kind enough to go along with our offer.

 

Blog 173 – Einreisestress nach Myanmar / Stress upon Entry to Myanmar

10.03.2017 – Myanmar

Vor der Grenze zu Myanmar hatte ich einige Bedenken. Zwar hatte ich alle Genehmigungen, aber dennoch, eine gewisse Unsicherheit blieb.

I was a little unsure when approaching the Myanmar border. I possessed all the necessary permits but still I felt a little uncertain.

2017-03-09,Filbo Indien,Moreh,DSCN4213

An meinem Einreisetag fuhr ich zum Grenzübergang, doch dort wurde ich wieder nach Moreh zurückgeschickt, um den Ausreisestempel zu bekommen. Ich fragte mich in der Stadt durch und bekam ihn schließlich in einer Polizeistation.

On my entry day I went to the checkpoint, but they sent me back to Moreh in order to obtain my exit stamps. I asked my way through town and finally I got them at a police station.

Hier traf ich Pablo, einen Belgier, der ebenfalls mit dem Fahrrad unterwegs ist. Er hatte sich in Nepal ein 100 Dollar Fahrrad gekauft und möchte auch bis Australien reisen. Wir beschlossen die nächste Zeit zusammen weiter zu fahren.

There, I met Pablo, a Belgian, who was also traveling by bike. He had bought himself a bike for $100 in Nepal and he intends to go to Australia as well. We decided to travel together for the time being.

Doch zuerst mussten wir in ein anderes Gebäude, indem wir angeben mussten wie viel Bargeld wir mitführten. Dann ging es zur eigentlichen Grenze, an der wir erneut registriert wurden. Anschließend fuhren wir ins Niemandsland zwischen dem indischen Grenzposten und Myanmar. Nachdem uns auf unserer Fahrseite zahlreiche Autos entgegen kamen wurde uns klar, dass in Myanmar Rechtsverkehr herrscht.

But first we had to go to yet another building where we had to declare how much cash we had with us. Having done that we got to the actual border where we were registered once more.We rode then into no man’s land between the Indian border posts and Myanmar. After having met with several vehicles on our side of the road, we realised that there was right-hand traffic in Myanmar.

Again we were registered at the border post of Myanmar and then we had to move on to the Immigration Center. It took them about 20 minutes again to check our wickedly expensive border crossing permits of $170 each. After that we were officially allowed to enter the country. We’d finally made it!

Am Grenzposten von Myanmar wurden wir wieder einmal registriert und dann ins Integrationszentrum geschickt. Dort dauerte es noch einmal ca. 20 Minuten bis unsere sündhaft teuren Grenzübertrittgenehmigungen (je 170,- US Dollar) endgültig durchgecheckt waren. Dann waren wir offiziell eingereist. Wir hatten es geschafft!

2017-03-10, Filbo Myanmar Reg.Kalay,DSCN4224

Blog 172 – Schwunghafter Handel an der Grenze zu Myanmar / Florishing Trade at the Border to Myanmar

09.03.2017 – Indien

Am Abend erreichte ich die Grenzstadt Moreh und blieb dort zwei Nächte. Bis zu meinem Ausreisetag hatte noch einen ganzen Tag Zeit.

That evening I reached the border town Moreh and I stayed there for two nights. I had a full day left before I had to leave the country. Moreh subsists on its flourishing trade. There are some very interesting shops there.

Moreh lebt von einem schwunghaften Handel. Es gibt einige interessante Geschäfte.

Das Herz der Stadt bildet ein belebter Grenzübergang. Dort herrscht ein dichtes Gewusel. Dieser Übergang ist anscheinend nicht für Fahrzeuge gedacht. So werden Waren aller Art von Hand ausgeladen und von den Leuten, oftmals auf dem Kopf, über die Grenze von und nach Myanmar getragen.

The heart of the town is a bustling border checkpoint. There is a vibrant coming and going. This checkpoint isn’t meant for vehicles by the looks of it. All types of goods are unloaded by hand and transported by the people who cross the border to and from Myanmar, some of them even carrying the stuff on their heads.

2017-03-09,Filbo Indien,Moreh,DSCN4210